Nach dem Wechsel erhöht Hertha den Druck weiter

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Sieg im Montagsspiel : Hertha schlägt St. Pauli 1:0 und ist wieder Zweiter

Die Hamburger überließen den Gastgebern weitgehend die Initiative, ihr Spiel war auf schnelle Gegenstöße ausgelegt. Hertha besaß daher ein deutliches Übergewicht an Ballbesitz wurde aber nur punktuell gefährlich. Kurz vor der Pause besaß Adrian Ramos nach Flanken von Fabian Holland und Nico Schulz gleich zwei gute Kopfballchancen – Tschauner aber reagiert zweimal glänzend. Auf der anderen Seite versandeten die Konter der Gäste meist. Die beste Chance der ersten Halbzeit resultierte aus einem Freistoß: Kraft erwischte den Kopfball von Sebastian Schachten gerade noch.

Hertha - St. Pauli in Bildern
Blau-Weiße Freude. Herthas Ben Sahar bejubelt seinen Siegtreffer kurz vor dem Abpfiff.Weitere Bilder anzeigen
1 von 12Foto: Matthias Koch
19.11.2012 22:28Blau-Weiße Freude. Herthas Ben Sahar bejubelt seinen Siegtreffer kurz vor dem Abpfiff.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wirkte es fast so, als hätten beide Mannschaften je einen Spieler vom Feld genommen – so viel Platz war auf einmal auf beiden Seiten vorhanden. Hertha kam durch Schulz zu einer guten Konterchance, die jedoch ungenügend zu Ende gespielt wurde; kurz darauf lief Ramos seinem Gegenspieler davon und brachte aus recht spitzem Winkel sogar noch einen gefährlichen Abschluss zustande; Tschauner, der mit dem Fuß immer wieder Probleme offenbarte, konnte jedoch auch diesen Versuch parieren.

Der Druck der Berliner nahm in der zweiten Halbzeit immer mehr zu, Ecken und Freistöße häuften sich – und auch die Chancen für Hertha. „Aber der Torhüter war schwer zu bezwingen“, sagte Luhukay. Nach einer Stunde schien Tschauner endlich geschlagen, doch Akaki Gogia stoppte den Kopfball von Peter Niemeyer auf der Linie. Luhukay brachte mit Ben Sahar (für Peer Kluge) einen weiteren Offensivspieler. Die Gäste fanden kaum noch Luft zum Atmen, und Sahar machte die Hoffnung auf einen Punktgewinn schließlich zunichte. Kurz danach hatte Schachten noch die Chance zum Ausgleich, doch sein Kopfball endete irgendwo zwischen dem Pfosten und Pekarik. Pekarik verletzte sich später noch an der Schulter. „Unter dem Strich war Berlin die bessere Mannschaft“, sagte St. Paulis Trainer Frontzek, „aber es ist natürlich bitter, in den letzten Minuten den Treffer zu kriegen.“

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