• Skifliegen in Planica: Schanzenrekord und kleine Enttäuschung bei Schusters Abschied

Skifliegen in Planica : Schanzenrekord und kleine Enttäuschung bei Schusters Abschied

Der deutsche Skispringer Markus Eisenbichler verpasst die kleine Kristallkugel in Planica. Der Nachfolger von Werner Schuster steht so gut wie fest.

Keine Chance. Markus Eisenbichler haderte mit dem Verlust der kleinen Kristallkugel.
Keine Chance. Markus Eisenbichler haderte mit dem Verlust der kleinen Kristallkugel.Foto: Terje Bendiksby/AFP

Skispringer Markus Eisenbichler hat den letzten erhofften Titel in der elfjährigen Ära von Bundestrainer Werner Schuster verpasst. Der 27 Jahre alte Bayer wurde am Sonntag im slowenischen Planica nach Flügen auf 227 und 235 Meter Dritter und verlor damit die kleine Kristallkugel für den besten Skiflieger noch an Japans Star-Springer Ryoyu Kobayashi. Der Tournee-Sieger hatte im ersten Durchgang mit 252 Metern einen Schanzenrekord in Planica aufgestellt. Neben Kobayashi und Eisenbichler schaffte es Domen Prevc als Zweiter auf das Podest.

Trainer Schuster hatte seinen zum Ende des Winters auslaufenden Vertrag nicht verlängert. „Ich bin ja schon länger darauf eingestellt. Ich bin überzeugt, dass es die richtige Entscheidung ist“, sagte der 49 Jahre alte Österreicher am Sonntagmorgen der ARD. In seine Amtszeit seit März 2008 fallen unter anderem Olympiasiege in Sotschi 2014 (Team) und Pyeongchang 2018 (Andreas Wellinger). Auch das letzte Jahr unter Schuster lief erfolgreich: Eisenbichler wurde in Seefeld dreifacher Weltmeister, gewann seinen ersten Weltcup und belegte den zweiten Gesamtplatz bei der Vierschanzentournee.

Als Nachfolger-Kandidat Nummer eins für Schuster gilt sein früherer Assistent Stefan Horngacher. Der erklärte am Sonntag, dass er als polnischer Nationalcoach aufhört. „Ich habe mich entschieden, meinen Vertrag nicht zu verlängern. Es gibt Gespräche mit dem DSV, die dauern an. Die Chancen stehen sehr hoch“, sagte Horngacher, der vor seinem Cheftrainer-Posten als Assistent von Werner Schuster beim Deutschen Skiverband (DSV) gearbeitet hatte. Den Chefposten bei den Polen soll ab dem kommenden Winter der Tscheche Michal Dolezal übernehmen, wie „skijumping.pl“ am Sonntag berichtete. "Wir sind auf der Zielgeraden, aber wir sind noch nicht im Ziel", sagte der Sportliche Leiter Horst Hüttel. Eine Entscheidung über Schusters Nachfolger, der bis 2022 unterschreiben soll, könnte bereits in der kommenden Woche fallen. (dpa)

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