Sport : „Snooker ist Hochleistungssport“

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Lasse Münstermann, mit Ihren Mitspielern Sascha Lippe und Itaro Santos haben Sie im belgischen Gent die Team-EM im Snooker gewonnen. Wie ist der erste Titelgewinn für Deutschland in dieser urenglischen Sportart zu bewerten?

Sehr hoch, weil der Erfolg zeigt, dass der Unterschied zur Snookernation England viel, viel kleiner geworden ist. Wir haben in Deutschland jetzt im Nachwuchs vier oder fünf Spieler, die spielen auf ähnlichem Level wie die besten Briten.

Die besten Briten waren in Gent aber nicht am Tisch, oder?

Aber England hat mit einem sehr starken Amateurteam gespielt. Wir hatten Wales und Irland in unserer Gruppe, die waren ebenfalls hoch einzuschätzen und dann haben wir ja im Finale Titelverteidiger und Gastgeber Belgien geschlagen.

Die ganz großen Namen aus dem Snooker traten in Belgien aber nicht an...

Gut, Profis waren nicht dabei. Aber es gibt ja auch nur 96 Profis auf der Maintour des Snooker, mehr dürfen dort nicht spielen. Außerdem, ich betreibe ja Snooker dank meiner Sponsoren auch im Hauptberuf, trainiere täglich. Das ist fast schon Hochleistungssport.

Wie wichtig war der Erfolg von Gent für die Entwicklung des deutschen Snookers?

Sehr wichtig. Der Trend geht eindeutig nach oben. Es ist erstaunlich, was wir schon geschafft haben in 20, 25 Jahren in einer Sportart, die es in England schon über 100 Jahre gibt.

Die Fragen stellte Claus Vetter.

Lasse Münstermann, 27, ist mehrmaliger Deutscher Meister im Snooker. Als erster Deutscher spielte er in der Saison 2000/2001 schon einmal bei der Maintour der Profis.

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