Update

Tennis : Deutsches Fed-Cup-Team verliert gegen Weißrussland

Die deutschen Tennisspielerinnen haben beim 0:3 gegen Weißrussland in Braunschweig keine Chance. Nun spielen sie gegen den Abstieg.

Auch Laura Siegemund musste eine klare Niederlage hinnehmen.
Auch Laura Siegemund musste eine klare Niederlage hinnehmen.Foto: REUTERS

Ohne die Top-Spielerinnen Angelique Kerber und Julia Görges sind die deutschen Tennisspielerinnen in der ersten Runde des Fed Cups an Weißrussland gescheitert. Laura Siegemund verlor am Sonntag das dritte Einzel gegen die Weltranglisten-Neunte Aryna Sabalenka in Braunschweig klar mit 1:6, 1:6. Damit geriet die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes entscheidend mit 0:3 in Rückstand. Zum Abschluss verlor auch noch das Doppel mit Mona Barthel und Anna-Lena Grönefeld im bedeutungslosen letzten Spiel der früheren Weltranglisten-Ersten Viktoria Asarenka und Lidsija Marosawa 1:6, 6:0, 9:11 im Match-Tiebreak.

Die Mannschaft von Teamchef Jens Gerlach muss nun in den Play-offs am 20. und 21. April gegen den Abstieg aus der Weltgruppe kämpfen. Weißrussland bestreitet das Halbfinale gegen Australien oder die USA. Bei einem Sieg hätte das DTB-Team im Jahr 2020 erneut die Chance, in der Elitegruppe der besten acht Nationen anzutreten und einen erneuten Angriff auf den so ersehnten Titel zu starten.

Petkovic bezeichnet die Pleite als "Schlag ins Gesicht"

Während sich die beiden deutschen Spitzenspielerinnen in Doha auf das topbesetzte WTA-Turnier vorbereiten, setzte es in der Erstrunden-Partie gegen Weißrussland drei teilweise heftige Niederlagen. Tatjana Maria, Andrea Petkovic und Laura Siegemund blieben in Braunschweig ohne Satzgewinn und waren gegen Aryna Sabalenka und Andrea Sasnowitsch chancenlos. „Alle haben alles versucht“ sagte Teamchef Jens Gerlach. Der 45-Jährige war nicht allzu enttäuscht von seinen Spielerinnen, denn der Qualitätsunterschied zur Weltranglisten-Neunten Sabalenka war einfach zu groß.

Nach den Auftaktniederlagen von Maria und Petkovic am Samstag ließ Chefcoach Gerlach anstatt der deutschen Nummer eins Maria die 30 Jahre alte Siegemund gegen die überragende Sabalenka antreten. Nach 79 Minuten und einer klaren 1:6, 1:6-Niederlage war für Siegemund ihre Einzel-Premiere im Fed-Cup-Team aber schnell wieder vorbei und die einseitige Erstrunden-Partie beim Stand von 0:3 vorzeitig entschieden. „Sabalenka war eine Klasse für sich. Als wenn man gegen Serena Williams spielen würde“, sagte Siegemund.

Trotz des deutlichen Ergebnisses war die Metzingerin nicht unzufrieden. „Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich habe alles gegeben“, sagte sie. Die weißrussische Top-Ten-Spielerin fand lobende Worte über die Deutsche. „Das Ergebnis hört sich deutlich an. Auf dem Platz war es aber viel enger“, sagte die 20-Jährige aus Minsk.

Bereits am Samstag hatte Petkovic nach der 2:6, 1:6-Niederlage gegen Sabalenka erkennen müssen: „Ich hatte so wenig in meinen Händen.“ Die 31-Jährige kehrte zwar nach zweijähriger Pause ins Fed-Cup-Team zurück, ihr Comeback wird sie nicht in guter Erinnerung behalten. Sabalenka gab ihr eine Lehrstunde. „Ich habe mich so gefreut und dann der Schlag ins Gesicht“, sagte Petkovic. (dpa)

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!