• Tennis-Jungstar kommt zum neuen Rasenturnier: Cori „Coco“ Gauff sagt für Berlin zu

Tennis-Jungstar kommt zum neuen Rasenturnier : Cori „Coco“ Gauff sagt für Berlin zu

Die Vorbereitungen für das neue Rasenturnier beim LTTC Rot-Weiß kommen voran. Jetzt bestätigten die Veranstalter die Teilnahme weiterer Topsspielerinnen.

Cori Gauff ist schon sehr gespannt auf Berlin.
Cori Gauff ist schon sehr gespannt auf Berlin.Foto: AFP

Wer immer noch daran zweifelt, ob dass neue Rasentennis-Turnier in Berlin Mitte Juni sportlich tatsächlich eine große Nummer wird, dem dürften so langsam die Argumente ausgehen. Am Dienstag gab Turnierdirektorin Barbara Rittner auf einer Pressekonferenz in Berlin-Mitte zwei weitere Namen von Spielerinnen bekannt, die zwischen dem 13. und 21.6. auf der Anlage des LTTC Rot-Weiß aufschlagen werden.

Mit Sofia Kenin kommt die frisch gebackene Siegerin der Australian Open an die Hundekehle, dazu sagte auch Jungstar Cori „Coco“ Gauff ihre Teilnahme zu. „Ich bin schon super gespannt darauf, in Berlin zu spielen. Über die Stadt habe ich schon viele coole Sachen gehört und werde jetzt erstmals selbst da sein“, sagte die 15-Jährige in einem Video-Einspieler.

Barbara Rittner rechnet mit sechs weiteren Spielerinnen aus den Top Ten

Zuvor hatten bereits die deutschen Spitzenkräfte Angelique Kerber und Julia Görges ihr Kommen bestätigt, mit Gauff haben die Veranstalter nun einen weiteren Publikumsliebling verpflichten können.

Die US-Amerikanerin machte im vergangenen Jahr in Wimbledon erstmals auf sich aufmerksam, zuletzt schaffte sie es in Melbourne nach einem Sieg über Titelverteidigerin Naomi Osaka immerhin bis ins Achtelfinale. „Für ihre Jugend ist Cori Gauff in ihrer sportlichen Entwicklung schon extrem weit. Sie ist derart talentiert, dass ich ihr zutraue, eine neue Ära auf der Frauen-Tour einzuleiten“, sagte Barbara Rittner.

Neben den beiden Spielerinnen aus den USA sollen aber noch weitere Topspielerinnen nach Berlin kommen. „Mein Tipp ist, dass wir am Ende sechs Spielerinnen aus den Top Ten der Weltrangliste dabeihaben“, erklärte Rittner optimistisch. Zudem sind Namen wie der der Belgierin Kim Clijsters, die gerade ihr Comeback gegeben hat und Lokalmatadorin Sabine Lisicki Kandidaten für Turnier-Wildcards. „Da müssen wir schauen, aber wenn Sabine in Berlin spielen sollte, wäre das schon eine schöne Schlagzeile“, sagte Rittner und schmunzelte.

Auch ein Besuch von Steffi Graf auf der Anlage ist weiterhin denkbar

Überhaupt war die Laune am Dienstag allgemein prächtig, denn auch organisatorisch kommt die Vorbereitung gut voran. „Die Rasenplätze bei Rot-Weiß sind schon in einem sehr guten Zustand“, lobte Veranstalter Edwin Weindorfer und präsentierte ein Foto aus dem Steffi-Graf-Stadion, auf dem tatsächlich schon so etwas wie Grün auf dem Tennisplatz zu erkennen war. Ob die Namensgeberin des Centre Courts selbst zum Turnier kommt, ist weiter offen. „Ich stehe mit ihr in Kontakt und ich denke, es gibt auch eine Chance“, sagte Rittner.

Darüber hinaus sei man auch wirtschaftlich auf einem guten Weg, erklärte Weindorfer. So könnte der Gesamtetat von vier Millionen Euro womöglich schon im ersten Jahr refinanziert werden. Dabei hilft sicherlich, dass das Turnier seit Dienstag auch über einen Titelsponsor verfügt. Ein international erfolgreicher Hersteller von Matratzen- und Schlafsystemen mit Sitz in Berlin gibt dem bisher der Einfachheit halber „Grass Court Championships Berlin“ bezeichneten Event nun den Namen "bett1open".

Daneben hatten die Organisatoren sogar noch weitere gute Nachrichten, denn rund 20.000 Tickets und damit etwa 50 Prozent des Kartenkontingents sind bereits verkauft. Angesichts der rundum positiven Umstände verwunderte eine Tatsache an diesem Dienstag nicht: Das Thema Coronavirus spielte keine Rolle, stattdessen wurden fleißig Hände geschüttelt. Nur der Erreger könnte wohl noch verhindern, dass das Tennis-Comeback von Berlin sportlich doch nicht ganz so großartig ausfällt.

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