Trainer von Hertha BSC : DFB und DFL erkennen Lizenz von Jürgen Klinsmann an

Jürgen Klinsmann hat eine gültige Trainerlizenz. Das bestätigten der Deutsche Fußball-Bund und die DFL einen Tag vor dem Spiel der Hertha gegen den FC Bayern.

Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann.
Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann.Foto: REUTERS/Annegret Hilse

Die Trainerlizenz von Hertha-Coach Jürgen Klinsmann ist gültig, sein Einsatz als Cheftrainer bei dem Berliner Fußball-Bundesligisten befindet sich im Einklang mit den Statuten. Das teilten der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga am Samstag mit. Dem ungetrübten Start von Hertha BSC in die Rückrunde am Sonntag gegen den FC Bayern dürfte jetzt also nichts mehr im Wege stehen.

„Die letzten, bislang noch fehlenden Nachweise seiner Fortbildungsmaßnahmen sind heute durch den amerikanischen Nationalverband U.S. Soccer direkt beim DFB eingegangen und wurden anschließend eingehend auf die inhaltliche und qualitative Vergleichbarkeit mit nationalen Fortbildungsveranstaltungen geprüft“, heißt es in der Mitteilung des DFB. „Entsprechend wurde die Fußball-Lehrer-Lizenz von Jürgen Klinsmann ordnungsgemäß verlängert.“

Am Mittwoch hatte die „BZ“ berichtet, dass Klinsmann als Trainer von Hertha BSC gewissermaßen in einem Zustand der Illegalität tätig sei. Er verfüge über keine gültige Trainerlizenz, die für die Arbeit in der Fußball-Bundesliga zwingend vorgeschrieben sei.

Klinsmann hatte die Trainerlizenz für den Profibereich in einem Sonderlehrgang für verdienstvolle Nationalspieler im Sommer 2000 erworben, den er selbst mit initiiert und organisiert hatte. „Es war die Idee und der Wunsch von Berti Vogts mit dem Ziel, dem Fußball viele der Welt- und Europameister als Trainer zu erhalten. „Ich fand von Anfang an, dass es eine tolle Idee war“, berichtete Klinsmann einmal.

Alle drei Jahre muss der Schein – wie bei anderen Übungsleiterklassen auch – durch nachgewiesene Weiterbildungsmaßnahmen verlängert werden. Den Nachweis darüber ist Klinsmann seit seinem Einstieg bei Hertha Ende November offenbar schuldig geblieben.

Für Jürgen Klinsmann gab es „gar kein Problem“

Klinsmann selbst hatte ganze Angelegenheit weniger dramatisch gesehen. Die Lizenz liege bei ihm zu Hause in Kalifornien in irgendeiner Schublade, hatte er gesagt: „Die werden wir schon wieder finden.“ Hertha hätte bis Sonntag Zeit gehabt, die fehlenden Unterlagen beim Deutschen Fußball-Bund nachzureichen. Hätte Klinsmann einen Platz auf der Tribüne zugewiesen bekommen, wäre Co-Trainer Alexander Nouri der entscheidende Mann an der Seitenlinie gewesen.

Ganz entspannt sei man in dieser Angelegenheit, hieß es vom Verein, viel entspannter als alle anderen. Klinsmann selbst will dem DFB die notwendigen Informationen bereits zugemailt haben. „Es hat alles seine Ordnung. Das ist gar kein Problem“, sagte er. Und so kam es dann auch. (dpa/Tsp)

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!