• TV-Rechte in der Bundesliga : Monopolkommission kritisiert Kartellamt und bemängelt fehlenden Wettbewerb

TV-Rechte in der Bundesliga : Monopolkommission kritisiert Kartellamt und bemängelt fehlenden Wettbewerb

Der fehlende Wettbewerb zwischen DAZN und Sky sei zum Nachteil der Verbraucher, schreibt die Monopolkommission - und spricht sich für mehr Konkurrenzkampf um Live-Spiele aus.

Sky und DAZN teilen sich die Live-Übertragung der Bundesliga-Spiele fast komplett auf.
Sky und DAZN teilen sich die Live-Übertragung der Bundesliga-Spiele fast komplett auf.Foto: Roland Weihrauch/dpa

Die Monopolkommission der Bundesregierung hat die Haltung des Bundeskartellamts bei der jüngsten Vergabe der TV-Rechte an der Bundesliga und der 2. Bundesliga durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) kritisiert. Das geht aus dem Hauptgutachten des Gremiums hervor, aus dem die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwoch) zitiert. Das Dokument wird an diesem Mittwoch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) übergeben.

Bemängelt wird der fehlende Wettbewerb zwischen Sky und DAZN

Das Beratergremium der Bundesregierung bemängelt vor allem einen fehlenden Wettbewerb bei der Vergabe durch die DFL. Im Juni hatte die Liga-Vereinigung die Verteilung der TV-Rechte für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 der Bundesliga und der 2. Bundesliga bekannt gegeben. Demnach teilen sich der Pay-TV-Sender Sky und der kostenpflichtige Streamingdienst DAZN die Live-Übertragung der Spiele fast komplett auf. Die Bundesliga und die 2. Bundesliga kassieren für diese Periode insgesamt 4,4 Milliarden Euro an TV-Geldern.

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Die Kommission kritisiert, dass es keinen Wettbewerb zwischen Sky und DAZN um einzelne Live-Spiele gibt - zum Nachteil der Verbraucher. Auch die DFL und damit die Vereine würden profitieren, wenn die Trennung der Live-Rechte für die Spiele aufgehoben und so ein größerer Konkurrenzkampf der Medienunternehmen entstehen würde. Das Bundeskartellamt in Bonn hatte im März das Vergabeverfahren der DFL zu den Medienrechten für die vier Bundesliga-Spielzeiten ab 2021 genehmigt. (dpa)

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