• Unsere Fragen an den 21. Bundesliga-Spieltag: Ist Dortmund zu groß – oder zu klein?

Unsere Fragen an den 21. Bundesliga-Spieltag : Ist Dortmund zu groß – oder zu klein?

Treffen Bailey und Petersen wieder? Gewinnt der VfB unter dem neuen Trainer Korkut? Und ist Harnik der beste Mensch der Welt?

Was hörst du? Pierre-Emerick Aubameyang spielt jetzt in London.
Was hörst du? Pierre-Emerick Aubameyang spielt jetzt in London.Foto: dpa

Wer ist wer?

Man muss dies ja heutzutage leider schon hervorheben: Martin Harnik hat sich in der Winterpause seinem Verein gegenüber ganz vorbildlich verhalten. Wie jetzt bekannt wurde, erreichte den Stürmer von Hannover 96 in der vergangenen Wechselperiode ein Angebot vom Bundesliga-Konkurrenten aus Bremen. Und „natürlich macht man sich da seine Gedanken“, erzählte Österreichs Nationalstürmer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, bei Werder habe er immerhin mal seine Profilaufbahn begonnen. 96 lehnte einen Verkauf jedoch ab. Anstatt in den Streik zu treten, hakte Harnik die ganze Sache aber beeindruckend schnell ab: „Für mich ist es auch eine Wertschätzung, wenn der Verein von vornherein sagt, dass er mich nicht abgeben will. Dementsprechend bin ich mit der Entscheidung absolut zufrieden und glücklich.“ Hannover ist also nicht Dortmund, Werder nicht Arsenal oder Barcelona, und Harnik wohl ein ganz vernünftiger Bursche.

Zu groß oder zu klein?

Dortmund ist auch nicht immer das Dortmund von heute gewesen. Der Klub scheint nur noch ein Sprungbrett seiner selbst zu sein. Nach Ousmane Dembélé gab die Borussia mit Pierre-Emerick Aubameyang nun bereits den zweiten Star nicht ganz freiwillig an einen vermeintlich „größeren“ Verein ab. Lange her die Zeiten, als Dortmund an einem gewissen Ronaldinho Interesse anmeldete. Der brasilianische Stürmer von Porto Alegre entschied sich bekanntermaßen für einen Wechsel nach Paris – „der Sprung nach Dortmund wäre mir dann doch etwas zu groß gewesen“, sagte der spätere Weltfußballer damals.

Wo herrscht Sturmflaute?

Thomas Schneider, Huub Stevens, Armin Veh, wieder Huub Stevens, Alexander Zorniger, Jürgen Kramny, Jos Luhukay, Hannes Wolf – seit dem Abgang von Bruno Labbadia im August 2013 beschäftigte Stuttgart in viereinhalb Jahren gleich ganze acht Cheftrainer. Am Samstag gegen Wolfsburg gibt an der Seitenlinie mit Korkut, Vorname Tayfun, nun der nächste VfB-Coach sein Debüt – doch sehr stürmisch wird es dabei wohl trotzdem nicht zugehen. Nur Hertha BSC (183) gab in dieser Spielzeit noch weniger Torschüsse ab als der VfL (207) und Stuttgart (233).

Wer trifft und trifft und trifft?

Ganz andere Aussichten im Breisgau: Mit Freiburg und Leverkusen treffen am Samstag zwei Teams mit derzeit treffsicheren Stürmern aufeinander. Für Bayer traf Leon Bailey in den letzten vier Bundesliga-Spielen vier Mal. Auf Freiburger Seite erzielte Nils Petersen in den letzten acht Begegnungen neun Treffer.

Wer „spielt“ Europapokal?

In Hannover sitzt Harnik meistens nur auf der Bank. Da hätten sie ihn am liebsten wohl auch bei Bremen gesehen: Werder wartet in dieser Saison noch auf ein Jokertor. Samstag kommt mit Schalke ein Gegner, der bereits sieben Gegentreffer durch Einwechselspieler kassierte. Stattdessen spielt Harnik bei 96 weiter Europapokal – „spielt“, im übertragenen Sinne. Der Aufsteiger muss an diesem Spieltag bereits zum dritten Mal in Folge an einem Sonntag ran. Das Spiel in Hamburg ist bereits das achte Sonntagsspiel in der laufenden Saison.

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