Verwaiste Berliner Arenen : Wartungsarbeiten am Ostbahnhof

Eisbären, Alba, Füchse und Volleys spielen nicht mehr - die großen Berliner Hallen haben trotzdem noch Hoffnung, Termine nachholen zu können.

Kein Puck, kein Basketball. Die Arena am Ostbahnhof ist dicht.
Kein Puck, kein Basketball. Die Arena am Ostbahnhof ist dicht.Foto: John MacDougall/AFP

Die Betreiber der großen Hallen in Berlin hoffen durch Terminverschiebungen die Einnahmeausfälle durch die Coronavirus-Krise so gering wie möglich zu halten. „Wir gehen derzeit grundsätzlich davon aus, dass die Veranstaltungen nachgeholt werden“, sagte Moritz Hillebrand, Unternehmenssprecher der Anschutz Entertainment Group, die die Arena am Ostbahnhof („Mercedes-Benz-Arena“) betreibt.

Auch die Geschäftsführung der Velomax Berlin Hallenbetriebs GmbH, Sybil Franke und Sebastian Rüß, hofft auf Nachholtermine nach dem allerdings nicht absehbaren Ende der Krise. „Derzeit versuchen wir in Abstimmung mit unseren Kunden, Veranstaltungen nach Möglichkeit zu verschieben. Dies wird voraussichtlich nicht in jedem Einzelfall gelingen. Wie hoch hier die Erfolgsquote ist, auch dies hängt maßgeblich von der Dauer der aktuellen Ausnahmesituation ab“, hieß es schriftlich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Velomax, eine hundertprozentige Tochter der Unternehmensgruppe Gegenbauer, betreibt sowohl die Max-Schmeling-Halle als auch das Velodrom. Beide Veranstaltungsstätten gehören dem Land Berlin. Bisher mussten die Veranstalter rund 20 Konzerte und Sportveranstaltungen in beiden Hallen absagen. Die Handballer der Füchse und die BR Volleys spielen in der Schmeling-Halle.

In der Arena am Ostbahnhof fallen die Konzerte von Roland Kaiser, Ateez und Böhse Onkelz aus sowie acht Spiele von Alba Berlin. „Viele Termine im März und April werden für die Play-offs der Eisbären freigehalten“, sagte Hillebrand. Die Deutsche Eishockey-Liga hatte in der vergangenen Woche die Saison abgebrochen.

In Friedrichshain wird dafür jetzt versucht, Wartungsarbeiten vorzuziehen, die erst in der Sommerpause angestanden hätten. Ansonsten arbeiten die Mitarbeiter im Homeoffice, soweit das gehe, sagte Hillebrand.

Sorgen um ihre Arbeitsplätze müssen die Mitarbeiter derzeit nicht machen. „Stand heute sind Entlassungen in unserem Unternehmen weder vollzogen worden noch geplant. Wir werden alles daransetzen, unsere langjährigen loyalen und qualifizierten Beschäftigten auf jeden Fall zu halten“, erklärte Velomax. Dabei wird Kurzarbeit je nach Länge und des Verlaufs der Pandemie nicht ausgeschlossen. Zudem hängt es davon ab, welche weiteren Maßnahmen durch die Behörden erlassen würden. (dpa/Tsp)

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!