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Viele Tore in der Fußball-Bundesliga : Leipzig siegt souverän, Bayern und BVB haben Bock auf Tore

RB übernimmt die Tabellenführung bis Sonntag, Bayern und Dortmund gewinnen hoch. Bayer Leverkusen dagegen bleibt torlos in Köln.

Große Freude. Nordi Mukiele bejubelt sein Tor zum 3:0 für Leipzig in Düsseldorf.
Große Freude. Nordi Mukiele bejubelt sein Tor zum 3:0 für Leipzig in Düsseldorf.Foto: Bernd Thissen/dpa

Die Tabellenspitze in der Fußball-Bundesliga bleibt eng zusammen, verdammt eng sogar. Am Samstagnachmittag schaffte es sowohl Borussia Dortmund als auch Bayern München, den Abstand zu Tabellenführer Mönchengladbach zu verringern. Lediglich Bayer Leverkusen ließ überraschend Punkte in Köln liegen. Die Spielberichte:

Fortuna Düsseldorf – RB Leipzig 0:3
Nach nicht mal zwei Minuten wusste die Spieler von Fortuna Düsseldorf, dass ihnen an diesem Samstagabend eher keine Überraschung gelingen würde. Denn da stand es nach einem Tor von Patrick Schick bereits 1:0 für den Gast aus Leipzig, der auch in der Folgezeit mühelos Ball und Gegner kontrollierte. 3:0 hieß es am Ende, weil Nationalspieler Timo Werner (58. Minute) per Handelfmeter und Nordi Mukiele (75.) nachlegten.

Damit übernimmt RB Leipzig zumindest für einen Tag die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga. Die Sachsen feierten gegen Düsseldorf bereits ihren sechsten Liga-Sieg in Serie und zogen mit 33 Punkten an Borussia Mönchengladbach (31) vorerst vorbei. Die Gladbacher können am Sonntag nur mit einem Erfolg beim VfL Wolfsburg wieder auf Platz eins zurückkehren.

Die von Friedhelm Funkel trainierte Fortuna verzeichnete einen Pfostenschuss, schaffte es ansonsten aber kaum, die Gäste vor größere Probleme. Nach dem fünften Spiel ohne Sieg bleiben die Düsseldorfer auf dem Relegationsplatz 16.

Bayern München – Werder Bremen 6:1
Ein kurzer Blick in die Statistiken hätte dem SV Werder eigentlich genügen müssen, um zu folgender Erkenntnis zu gelangen: Ausflüge nach München können sich die Bremer im Grunde getrost schenken, weil sie dort ohnehin nur Reisekosten produzieren. 20 Spiele in Folge hatten die Norddeutschen beim Rekordmeister verloren – am Samstag setzte sich diese geradezu beängstigende Serie fort.

Nach zuletzt zwei Bundesliga-Niederlagen begannen die Bayern engagiert: Robert Lewandowski vergab die beste Gelegenheit der Anfangsphase, seinen Kopfball lenkte Werder-Keeper Jiri Pavlenka mit den Fingerspitzen über die Latte. Auf der anderen Seite setzte Davy Klaasen Milot Rashica in Szene – und der Kosovare hämmerte den Ball zum 0:1 von der Strafraumgrenze an Manuel Neuer vorbei, nachdem er Jerome Boateng davongelaufen war. Deutschlands Nationaltorhüter machte dabei keine gute Figur.

Formvollendet. Bayerns Coutinho.
Formvollendet. Bayerns Coutinho.Foto: dpa

Die Bayern antworteten – und drehten das Spiel innerhalb weniger Augenblicke zum psychologisch wertvollen Zeitpunkt kuz vor der Pause: Zunächst glich Philippe Coutinho auf Vorlage von Serge Gnabry aus, wenig später brachte Lewandowski die Münchner mit seinem 17. Saisontreffer 2:1 in Führung.

Im zweiten Durchgang war es erneut Coutinho, der seine Klasse aufblitzen ließ: Mit einem formvollendeten Heber, der die Unterkante der Latte küsste und von dort hinter die Linie sprang, erzielte der Brasilianer das 3:1, bevor Lewandowski, Müller und erneut Coutinho den Endstand herstellten.

Mainz 05 – Borussia Dortmund 0:4
Vier Tage nach dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League ließen die Dortmunder von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre war gerade in der ersten Halbzeit drückend überlegen. Sie brauchte jedoch eine gute halbe Stunde, bis sich die Feldvorteile auch auf der Anzeigetafel wiederspiegelten: Im Anschluss an einen Eckball legte Mats Hummels auf Marco Reus zurück, der mit dem Außenrist das 0:1 erzielte. Nach dem Seitenwechsel trafen auch Reus’ Offensivkollegen: Jadon Sancho, Thorgan Hazard und Nico Schulz sorgten mit ihren Treffern für klare Verhältnisse.

1. FC Köln – Bayer Leverkusen 2:0
Für Deutschlands mutmaßlich größtes Fußball-Talent, den Leverkusener Kai Havertz, begann der Arbeitstag mit einem Jubiläum: Havertz stieg mit dem Anpfiff zum jüngsten Spieler der Bundesliga-Geschichte mit 100 Einsätzen in der höchsten deutschen Spielklasse auf.

Im rheinischen Derby war diese Nachricht lange Zeit die mit Abstand spannendste des Nachmittags. 50.000 Besucher in der ausverkauften Kölner Arena sahen eine erste Halbzeit, die an Langeweile schwer zu übertreffen war. Vor allem die Leverkusener blieben den Nachweis ihrer spielerischen Klasse schuldig.

In Halbzeit zwei verkomplizierte sich die Lage für die Gäste weiter: Aleksandar Dragovic sah Gelb-Rot – und Köln ging eine Viertelstunde vor Schluss durch Jhon Cordoba in Führung. Sebastiaan Bornauw machte mit dem 2:0 alles klar. (Tsp)

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