Volleyball : Besuch bei den BR Volleys: Von großen Spielern und vielen Fans

Unser Schülerpraktikant schildert seine Eindrücke beim Spiel der BR Volleys gegen die Grizzlys Giesen. Ein Erlebnisbericht.

Oskar Wilms
Fokussiert. Die Zuschauer warten gespannt auf den nächsten Spielzug der BR Volleys.
Fokussiert. Die Zuschauer warten gespannt auf den nächsten Spielzug der BR Volleys.Foto: imago/Andreas Gora

Es ist 15:30 Uhr, als ich am Sonntag mit einem Sportredakteur des Tagesspiegels über den Presseeingang die Max-Schmeling-Halle betreten. Nachdem ich eine Tagesakkreditierung und ein kleines Heft für das Volleyball-Bundesligaspiel der BR Volleys gegen die Grizzlys Giesen bekommen habe, gehen wir durch eine große Eisentür in die Halle. Ich staune, als ich in die Halle trete. Es sind mehr Fans da, als ich gedacht hätte. Es gibt sogar einige Personen, die mit Trommeln Stimmung machen. Zudem sind ein paar Gästefans da, die ebenfalls mit Trommeln für ein wenig Stimmung sorgen. Die Fans der Grizzlys sind hauptsächlich Frauen. Doch die Trommeln und Rufe der Gästefans werden fast die ganze Zeit von den Fans der Volleys übertönt. Viele Fans der Volleys tragen Trikots, Kappen oder Schals ihrer Mannschaft.

Unsere Plätze befinden sich in der ersten Reihe direkt am Spielfeld. Dort sind Tische mit Namen der Zeitungen aufgebaut. Jede Zeitung, wie zum Beispiel der Tagesspiegel, die Berliner Morgenpost oder die Berliner Zeitung ist dort vertreten. Wir haben also auch unseren eigenen Tisch. Der Tisch an dem wir sitzen, ist direkt am Spielfeldrand, sodass sich uns ein anderer Blick als den anderen Zuschauern bietet.

Volleyballspieler größer als erwartet

Mir kommen die Volleyballspieler nicht sonderlich groß vor, bis ich in das kleine Heftchen schaue und sehe, dass fast alle Spieler zwei Meter groß sind. Nur zwei Spieler aus beiden Mannschaften sind im Vergleich eher kleiner. Diese Spieler haben nicht das gleiche Trikot an, wie die restlichen Spieler. Das sind die Liberos. Die Liberos haben andere Trikots an, weil sie frei wechseln dürfen. Die anderen Spieler, die eingewechselt werden, müssen nämlich eine Karte mit der Rückennummer des Spielers, der ausgewechselt werden soll, in der Hand halten. Erst dann können sie aufs Spielfeld.

Nachdem die Spieler sich aufgewärmt haben, stellt der Stadionsprecher zuerst die Gastmannschaft der Grizzlys Giesen vor. Im Gegensatz zu anderen Sportarten, in denen das Gästeteam oft gnadenlos ausgepfiffen wird, erhält die Mannschaft aus Giesen einen warmen Applaus vom Publikum. Danach geht erstmal das Licht aus und in der ganzen Halle ist es auf einmal still. Dann ertönt die von Lautsprechern verstärkte Stimme des Stadionsprechers und kündigt den amtierenden Deutschen Meister an. Der Stadionsprecher ruft die Spieler in der Reihenfolge der Rückennummern auf. Die Spieler laufen nacheinander, umgeben von zwei Feuerwerfern und dem Getöse der jubelnden Fans, ein und klatschen sich gegenseitig ab. Dann geht das Licht wieder an und das Spiel los.

Fans begeistert trotz schlechter Leistung

Mir fällt auf, dass zwischen jedem Punktgewinn und Punktverlust der Volleys aus Lautsprechern in der ganzen Halle Musik ertönt – bei der die Zuschauer auch oft mitmachen. Nur während die beiden Teams spielen, ist es relativ still in der Halle. Ich erlebe eine spannende Partie, in der die 4481 Fans ordentlich Stimmung machen. Ich als eher unwissender Zuschauer denke, dass die Volleys ein recht ordentliches Spiel machen und die paar Fehler bei so einer Mannschaft normal wären. Ich werde aber korrigiert, indem ich einem Gespräch zweier Redakteure unterschiedlicher Zeitungen zuhöre. Sie fragen sich, warum die Volleys denn so unsicher spielen und so viele Fehler und Abstimmungsprobleme fabrizieren würden. Doch am Ende gewinnen die Volleys mit 3:1. Mich hat es ziemlich überrascht, dass die Fans der Volleys, trotz der nicht so guten Leistung, so viel Stimmung gemacht haben.

Nach dem Spiel gehen wir noch zu dem Berliner Spieler Georg Klein und dem Manager Kaweh Niroomand, um ein kurzes Interview zu führen. Als wir danach die Halle verlassen, gehen wir durch den Ausgang, den auch die Spieler nutzen, und sehen auch drei Spieler der Gästemannschaft, die uns freundlich noch auf Wiedersehen sagen. Volleyball ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Sport. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, auch mal eine eher nicht so weit verbreitete Sportart genauer anzuschauen.

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!