Volleyball : BR Volleys gegen Giesen: Aufschlagen für mehr Ruhe

Gegen den Vorletzten aus Giesen wollen die BR Volleys Form aufbauen. Und Mittelblocker Nicolas Le Goff will wieder häufiger ins Feld schlagen.

Nicolas Le Goff will konzentrierter auf den Ball schlagen.
Nicolas Le Goff will konzentrierter auf den Ball schlagen.Foto: imago/Nordphoto

Die Frage eines Beobachters der BR Volleys auf Facebook ist nicht unberechtigt: „Wie kann es denn sein, dass ein Profi nur einen von zehn Aufschlägen ins Feld bekommt?“ Allerdings stimmt sie so nicht ganz. Nicolas Le Goff schlug in der Champions League gegen Belchatow sieben Mal auf, fünf Mal patzte er. Also nicht derart katastrophal, aber immer noch ziemlich schlimm.

Heute soll es der 26-Jährige besser machen. Auch wenn der Gegner vermutlich viele Fehler verzeihen wird. Die Volleys empfangen in der Berliner Max-Schmeling-Halle den Aufsteiger aus Giesen (16 Uhr). Die Niedersachsen stehen nach zehn Hauptrundenspielen und nur einem Sieg auf dem vorletzten Platz in der Tabelle. Aber auch die Volleys sind nicht wie gewohnt vorne, sondern nur Fünfter. „Wir müssen weiter zeigen, dass wir in der Liga angekommen sind“, sagt Volleys-Zuspieler Sebastian Kühner. Die Formkurve der Berliner zeigt in der Liga nach oben. Die letzten vier Spiele gewannen sie, allerdings waren die Gegner allesamt keine Spitzenteams. Geht es gegen solche – wie am Mittwoch gegen Belchatow – klappt es in dieser Saison nicht.

Belchatow als Tiefpunkt für Le Goff

Stellvertretend für die Krise gegen die Großen steht ein Spieler wie Le Goff. Der Franzose ist einer der besten Mittelblocker Europas, das hat er in der Vergangenheit nachgewiesen. Nur in dieser Saison hängt er bei den Volleys durch. Sein Tiefpunkt allerdings war eben jenes Spiel gegen Belchatow. Selbst dem sonst sehr fürsorglichen Anhang der Volleys entwichen ein paar Pfiffe. „Er hat Probleme beim Aufschlag, heute war das sehr extrem“, sagte ein verärgerter Volleys-Manager Kaweh Niroomand nachher. Der 66-Jährige vermisst wie Kapitän Sebastian Kühner die Ruhe im Spiel. „Wir müssen diese Ruhe nun entwickeln“, fordert Kühner. Den Anfang dazu könnte Le Goff machen – indem er den Ball beim Aufschlag wieder öfter ins Feld schlägt.

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