Volleyball-Bundesliga : BR Volleys feiern 3:1-Sieg

Die BR Volleys gestalten ihr erstes Bundesliga-Heimspiel unter Trainer Stelian Moculescu siegreich und setzen sich mit 3:1 gegen die United Volleys Rhein-Main durch.

Sah schon besser aus. Volleys-Trainer Stelian Moculescu im Austausch mit Georg Klein.
Sah schon besser aus. Volleys-Trainer Stelian Moculescu im Austausch mit Georg Klein.

Stelian Moculescu behielt die Wasserflasche in der linken Hand. Die rechte ballte er kurz zur Faust. Mit 3:1 (23:25, 25:19, 25:20, 25:17) gewannen die BR Volleys das Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga gegen die United Volleys Rhein-Main. Nach der erwarteten Niederlage gegen Zenit Kasan unter der Woche in der Champions League (1:3) war es für Moculescu im zweiten Anlauf der erste Sieg mit seiner neuen Mannschaft. Und ein sehr wichtiger noch dazu. Der deutsche Meister distanziert damit Verfolger United Volleys auf vier Punkte und behauptet den zweiten Tabellenplatz hinter dem souveränen Spitzenreiter VfB Friedrichshafen. Platz zwei bringt in den Play-offs den Heimvorteil im Halbfinale – da könnte es erneut gegen den Gegner vom Samstag gehen.

Der Start hätte für die BR Volleys vor 4107 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle nicht besser sein können. Gegen das Team von Trainer Michael Warm – der von 2005 an vier Jahre in Berlin trainiert hatte, als der Verein noch SC Charlottenburg hieß – lagen sie schnell mit einigen Punkten vorn. In einem von zahlreichen Aufschlagfehlern auf beiden Seiten geprägten ersten Satz blieben sie in Führung, allerdings wurde es zunehmend knapper. Als es dann auf die Entscheidung zuging, zogen die Hessen erstmals vorbei. Kurz danach hatten sie sich den Durchgang geholt.

Zwei Dinge prägten zunächst auch den zweiten Satz: Es war sehr eng – und das Niveau blieb überschaubar. So schickte Lincoln Williams einen Aufschlag der Gäste mit Schmackes auf die Kante der einige Meter hinter dem Spielfeld platzierten Bande. Dann brachte Moculescu erst Mittelblocker Aleksandar Okolic für Georg Klein. Und kurz danach Außenangreifer Adam White für Robert Kromm. Beides zahlte sich aus. Vor allem White, der sich unter dem früheren Trainer Luke Reynolds selten in Hochform gezeigt hatte, war sofort da. „Ich habe mich sehr gut gefühlt“, sagte White nach dem Spiel.

Die nun sehr viel stabileren Gastgeber glichen aus und waren auch danach stets vorn. „Ab dem zweiten Satz haben wir alle Sätze leicht gewonnen“, sagte Diagonalangreifer Paul Carroll. Nicht zuletzt wegen der überragenden Leistung von White, der immer wieder punktete. Passenderweise beendete er das Spiel mit zwei Aufschlagen: Erst schlug er ein Ass, danach ging die Annahme der United Volleys in eine der höheren Reihen der Tribüne.

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