Volleyball-Bundesliga : BR Volleys gewinnen Berlin-Brandenburg-Derby

Im ersten Satz tun sich die Berliner gegen die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen noch schwer, danach setzt sich der Favorit aber klar mit 3:0-Sätzen durch.

Adam White war der gefährlichste Angreifer bei den BR Volleys.
Adam White war der gefährlichste Angreifer bei den BR Volleys.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Mirko Culic streckte den Zeigefinger nach vorne und ließ ihn lange durch die Luft kreisen. Der erste Durchgang näherte sich dem Ende und seine Mannschaft war drauf und dran, dem Favoriten diesen Satz zu klauen. Als es aber in die Entscheidung ging, hatte der Trainer seine Hände wieder in den Hosentaschen vergraben. Es reichte nicht für den Volleyball-Bundesligisten Netzhoppers aus Königs Wusterhausen im Berlin-Brandenburg-Derby bei den BR Volleys. Die Berliner gewannen noch diesen Satz und anschließend auch das Spiel vor rund 4000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle – 3:0 (25:23, 25:11, 32:30) lautete das Ergebnis.

Durch den Erfolg stehen die Volleys bei noch zwei ausstehenden Spielen in der Liga sicher auf dem zweiten Platz. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil sie dann auch in einem möglichen Halbfinale Heimrecht hätten.

Am Samstagabend knüpften die Volleys an ihre Leistungen aus den vergangenen Wochen an, die zu dem Zeitpunkt besser wurden, als Stelian Moculescu das Traineramt übernahm. Gegen die Netzhoppers war für die Gastgeber gleich der erste Durchgang knifflig. Aber dank des gut aufgelegten Außenangreifers Adam White reichte es am Ende doch noch knapp. Der zweite Satz hingegen war nicht mehr spannend, dafür spektakulär. White hatte sich nun richtig warm geschossen. Der Australier legte eine Aufschlagserie mit acht gewonnenen Punkten hin, darunter waren drei Asse.

Im dritten Durchgang streckten sich die Netzhoppers noch einmal. Routinier Björn Andrae brachte noch ein paar Angriffsschläge an, eine Wende konnte aber auch er nicht mehr herbeiführen. So jubelten zum Schluss die Volleys, die am kommenden Mittwoch um 19.30 Uhr in der Champions League den großen Rivalen VfB Friedrichshafen empfangen. „Das war gut heute. Aber am Mittwoch müssen wir noch zulegen“, sagte Volleys-Manager Kaweh Niroomand.

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!