Volleyball-Bundesliga : BR Volleys kassieren Klatsche in Düren

Überraschung in Düren: Die BR Volleys sind chancenlos und verlieren ihr Bundesliga-Auftaktspiel. Besonders die Annahme machte Sorgen.

Es läuft noch nicht: Volleys-Trainer Reynolds.
Es läuft noch nicht: Volleys-Trainer Reynolds.Foto: dpa

Mit hängenden Köpfen stapften die BR Volleys nach einem erstaunlich eindeutigen Spiel an ihren Fans vorbei und klatschten sich mit ihnen ab. Es hatten die üblichen Bekannten die Reise in die Eifel nach Düren mitgemacht. Die Erwartung der Anhänger zum ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison war klar: Ein Sieg sollte es für die Berliner nach der jüngsten Niederlage im Supercup gegen Friedrichshafen schon sein. Doch es kam anders. Der aktuelle deutsche Volleyball-Meister kam in Düren arg unter die Räder. Die Volley unterlagen mit 0:3 (21:25, 22:25, 21:25).

Die deutliche Niederlage war überraschend, dass es aber sehr schwer werden könnte, war schon im Vorfeld erwartet worden. Düren ist eine traditionell heimstarke Mannschaft und in Tim Broshog und Michael Andrei konnte das Team seine Stützen auch in dieser Saison halten.

Bei den Volleys dagegen ruckelte es in der Vorbereitung schon an der ein oder anderen Stelle. Termine mit den jeweiligen Nationalmannschaften und Verletzungen brachten in den Planungen des neuen Trainers Luke Reynolds einiges durcheinander.

Kaum etwas klappte bei den Berlinern

Das wurde am Samstagabend vor einer außerordentlich lauten Kulisse in Düren dann auch deutlich. Kaum etwas klappte im Spiel der Berliner. Vor allem bei der Annahme patzten die Volleys. Dadurch brachten sie ihren Zuspieler Sebastian Kühner immer wieder in Bedrängnis. Dieser war seinerseits nicht in der Lage, nach den verkorksten Annahmen seine Angreifer noch vernünftig in Position zu bringen. Die Volleys rannten stets einem Rückstand hinterher und mussten den ersten Satz schließlich abgeben.

Im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild: Fehler in der Annahme der Volleys und gutes Blockspiel der Gastgeber ließen die Berliner weiter nicht ins Spiel finden. Trainer Luke Reynolds taperte an der Seitenlinie entlang, nahm Auszeiten, doch er fand keine Lösung für das technisch defizitäre Spiel seiner Mannschaft.

Dabei lagen die Volleys im dritten Satz zeitweise sogar vorne, aber absetzen konnten sie sich nicht. Nun ist erst ein Spieltag gespielt, aber schon jetzt werden die Volleys ein bisschen grübeln, was denn zur Zeit los ist mit ihnen. (Tsp)

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!