Volleyball-Bundesliga : BR Volleys wollen raus aus dem Schleudergang

Die BR Volleys brauchen am Samstag in Düren einen Sieg, um sich eine gute Ausgangsposition in den Play-offs zu sichern. Hoffnung macht ein Russe.

Der Berliner Trainer Cedric Enard hadert mit dem enttäuschenden Saisonverlauf.
Der Berliner Trainer Cedric Enard hadert mit dem enttäuschenden Saisonverlauf.Foto: dpa

Ein kruder Vergleich, aber warum nicht: Was haben eine Waschmaschine und die BR Volleys gemeinsam? Wie das Haushaltsgerät hat auch der Volleyball-Bundesligist aus Berlin offenbar eine Art Schleuderdurchgang, und in diesem befindet sich das Team gerade. Vor dem Spiel an diesem Samstag in Düren (19.30 Uhr/live auf sporttotal.tv) steht der aktuelle Meister auf dem vierten Platz. Und in der Champions League sind die Volleys so gut wie ausgeschieden.

Zur Sprache gebracht hat die Parallele mit der Waschmaschine Volleys-Trainer Cedric Enard am vergangenen Mittwoch. Seine Mannschaft hatte soeben in der Champions League gegen Danzig verloren. Der Franzose sah dabei selbst so aus, als wäre er durch eine überdimensionale Trommel geschleudert worden. Blass und abgekämpft versuchte er, eine Erklärung für den enttäuschenden Saisonverlauf zu finden. „Wir können nicht nur Spaß haben wollen, wir müssen auch eine richtige Kämpfermentalität zeigen“, sagte er.

Manager Niroomand hat keinen Spaß

Von Spaß haben kann auch bei Manager Kaweh Niroomand keine Rede sein. „Wir machen zu viele dumme Fehler“, sagt der 66-Jährige. „Das ist der Preis, den dieses junge Team zahlt.“ Hoffnung macht derzeit nur der Russe Sergej Grankin, der vor wenigen Tagen verpflichtet wurde. Der 34 Jahre alte Zuspieler bringt angeblich all das mit, um den Schleuderdurchgang abzustellen. „Er hat so viel Erfahrung und wird uns die nötige Ruhe geben“, sagt Niroomand. Für ihn ist ein Weiterkommen in der Champions League trotz zumindest rechnerischer Chancen „gegessen“. Man wolle sich nun voll auf die Liga konzentrieren, sagt er. „Deswegen ist das Spiel gegen Düren so wichtig. Es geht jetzt um die Ausgangsposition in den Play-offs.“ Und darum, nicht noch weiter durchgeschüttelt zu werden.

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