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Volleyball-Supercup : BR Volleys können gegen Friedrichshafen einfach nicht gewinnen

Bereits zum dritten Mal haben die Volleyballer aus Berlin das Spiel um den Supercup verloren. Gegen den VfB setzte es am Sonntag ein 1:3.

Berlins Adam White und Nicolas Le Goff (r.) und Friedrichshafens David Sossenheimer (l.) kämpfen um den Ball.
Berlins Adam White und Nicolas Le Goff (r.) und Friedrichshafens David Sossenheimer (l.) kämpfen um den Ball.Foto: dpa

Das goldene Konfetti wollte Sebastian Kühner auf gar keinen Fall abbekommen. Als es bei der Siegerehrung glänzend auf die Spieler des VfB Friedrichshafen herabregnete, ging der Kapitän der BR Volleys einige Schritte zurück. So stand er in sicherer Entfernung zum Konfetti, in der Hand hielt er hinter dem Rücken ein kleines Rosensträußchen als Trostpreis für die Verlierer.

Der Supercup liegt den Volleys einfach nicht. Zum dritten Mal wurde am Sonntag das Duell zwischen dem Deutschen Meister aus Berlin und dem Pokalsieger aus Friedrichshafen ausgetragen – zum dritten Mal gewann die Mannschaft vom Bodensee. Vor 5175 Zuschauern in der Arena von Hannover verloren die Volleys gegen das Team von Trainer Vital Heynen mit 1:3 (25:16, 18:25, 22:25, 20:25).

„Auch wenn der Titel nicht so wichtig ist, wir wollten ihn unbedingt gewinnen“, sagte Kühner. „Aber wir sind einfach noch nicht konstant genug. Und der durchgängig starke Aufschlag fehlt.“ Sein Zuspieler-Kollege Jan Zimmermann stimmte ihm da zu: „Wir sind nicht zwingend genug im Angriff – und machen auch insgesamt noch zu viel Quatsch.“

Die Berliner begannen voller Elan

Manager Kaweh Niroomand konzentrierte sich daher auf die positiven Aspekte. „Wir werden immer besser“, betonte er – und meinte damit besonders den ersten Satz, als die Volleys so famos angefangen hatten. Denn da war deutlich zu erkennen, dass sich die Berliner nach der Niederlage gegen Düren im ersten Bundesliga-Heimspiel vor zehn Tagen viel vorgenommen hatten. Voller Elan starteten sie in das Spiel, überzeugten mit Aufschlägen von Zimmermann und Jeff Jendryk sowie starken Blocks von Nicolas Le Goff und führten schnell 8:3. Im Angriff legte Samuel Tuia erfolgreich los. Der Franzose punktete wieder und wieder und so lagen die Volleys zwischenzeitlich mit sieben Punkten gegen den Vizemeister vorne (13:6).

Dann agierten die Berliner etwas zu lässig und Friedrichshafen kam wieder zurück (15:13). Weil Kyle Russell aber weiter wuchtig und zielsicher aufschlug und Le Goff im Block nahezu unüberwindbar war, gewannen die Volleys den ersten Satz deutlich mit 25:16.

Im zweiten Durchgang hatte die Mannschaft von Trainer Cedric Enard allerdings nicht mehr so viel Durchsetzungsvermögen im Angriff. In der Endphase häuften sich zudem die Abstimmungsprobleme bei den Volleys, auch ein Wechsel von Außenangreifer Egor Bogachev für Adam White brachte nichts, sie verloren den Satz 18:25.

Der VfB rettete schier unmögliche Bälle

Im dritten Durchgang lief es weiter enttäuschend aus Berliner Sicht, schnell zog Friedrichshafen wieder davon (10:3). Enard reagierte und wechselte auf der Zuspieler- und der Diagonalangreifer-Position: Für Zimmermann kam Kühner, für Russell spielte Benjamin Patch. Die beiden brachten die Volleys wieder dichter heran (9:12). Doch die Friedrichshafener zeigten bald wieder das Spiel, das sie unter Trainer Heynen so auszeichnet. In der Abwehr retteten sie schier unmögliche Bälle und im Angriff spielten sie clever und effizient. So sicherte sich Friedrichshafen auch diesen Satz mit 25:22.

Danach ging es zunächst sehr ausgeglichen weiter. Jedoch leisteten sich die Berliner Mitte des vierten Durchgangs wieder eine Schwächephase und lagen prompt mit vier Punkten zurück (8:12). Diesem Rückstand liefen sie fortan hinterher, verloren den Satz 20:25 und somit das Spiel.

„Es ist noch früh in der Saison, wir müssen weiterwachsen“, betonte Kühner. „Und das Entscheidende ist: Die wichtigen Titel kommen noch.“ Als gutes Omen bleibt für die Berliner: Nachdem sie in den vergangenen zwei Jahren im Supercup gegen Friedrichshafen verloren hatten, gewannen sie stets am Saisonende die Meisterschaft – und das goldene Konfetti regnete auf sie.

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