Wasserball : Spandau empfängt den starken Lieblingsfeind

Die Wasserfreunde Spandau 04 spielen am Samstag gegen den großen Rivalen Waspo Hannover, der derzeit deutlich Oberwasser hat.

Für Moritz Schenkel und Waspo Hannover läuft es derzeit richtig gut.
Für Moritz Schenkel und Waspo Hannover läuft es derzeit richtig gut.Foto: imago/Eibner

„Um die Ehre und um eine Kiste Bier!“ So ruft es Moritz Schenkel in die Kamera. Verbunden mit einer kleinen Kampfansage an die Handball spielenden Kollegen von der TSV Burgdorf, die in Hannover als „Die Recken“ bekannt sind. „Hi Recken, wir fordern euch heraus!“, ruft also der Wasserball-Torhüter Moritz Schenkel via Facebook in die Kamera. „Wir wetten, dass ihr gegen uns kein Tor schießt“, natürlich im Wasser. Es folgt allgemeines Gelächter und zum Schluss fragt Schenkel in die Runde: „Können die überhaupt schwimmen?“

Läuft gerade ganz gut für Waspo Hannover. In der Champions League hat der Deutsche Meister respektable Unentschieden gegen Mladost Zagreb und Olympiakos Piräus erspielt, in der Bundesliga ohnehin alles gewonnen und dazu vor ein paar Wochen auch den deutschen Supercup gegen den alten Lieblingsfeind Spandau 04.

Entsprechend selbstbewusst dürften die Hannoveraner an diesem Samstag in das Wasser der Schwimmhalle Schöneberg springen. Um 16 Uhr gastieren sie in der Bundesliga bei Spandau 04, am Mittwoch in der Champions League bei Jadran Split. Es ist ein kräftezehrendes Programm, aber in Hannover überwiegt der Stolz, nach Jahrzehnten im Spandauer Schatten ganz oben mitzuspielen. „Der eine oder andere lamentiert vielleicht über eine Verletzung, ich kann daran nichts ändern“, sagt Karsten Seehafer, Waspos Trainer und Hauptsponsor in Personalunion. Das mit den Verletzungen trifft auch die Spandauer. Kapitän Marko Stamm muss mit einer Bauchmuskelverletzung passen. Ausgerechnet gegen Hannover, da geht es für Spandau um mehr als die Ehre und um eine Kiste Bier.

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