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Wegen Demonstrationen in Chemnitz : Zweitligaspiel Dresden gegen HSV abgesagt

Weil alle verfügbaren Polizeikräfte in Chemnitz gebraucht werden, fällt das Heimspiel von Dynamo Dresden gegen den HSV an diesem Samstag aus.

Bleibt am Samstag leer. Den K-Block im Dresdner Stadion werden keine Fußballfans bevölkern. Das Spiel gegen den HSV fällt aus.
Bleibt am Samstag leer. Den K-Block im Dresdner Stadion werden keine Fußballfans bevölkern. Das Spiel gegen den HSV fällt aus.Foto: Daniel Schäfer/dpa

Das für diesen Samstag angesetzte Zweitligaspiel zwischen Dynamo Dresden und dem Hamburger SV ist wegen des Polizei-Großeinsatzes in Chemnitz abgesagt worden. Das teilten beide Klubs am Freitag mit. In Chemnitz sind für Samstag mehrere Demonstrationen und Versammlungen angemeldet. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) schrieb dazu auf ihrer Webseite: "Aufgrund der bevorstehenden Versammlungslage in Chemnitz am kommenden Samstag werden alle verfügbaren Polizeikräfte des Bundes und der Länder zur dortigen Einsatzbewältigung benötigt." Ein neuer Spieltermin steht noch nicht fest.

„Wir hatten auf diese Entscheidung keinerlei Einfluss und bedauern die Spielabsage sehr, weil wir uns wie über 30.000 Fans auf ein Fußballfest gefreut hatten“, erklärte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born. Auch der HSV bedauerte die Spielabsage. „Natürlich hätten wir gerne morgen in Dresden gespielt und sind sportlich vorbereitet gewesen, entsprechend enttäuscht sind wir von dieser Absage. Aber wir müssen wie unser Gegner der Anordnung des sächsischen Innenministeriums folgen“, sagte Vorstandschef Bernd Hoffmann. Die Mannschaft war bereits im Zug nach Dresden, als die Absage kam. Nach einem gemeinsamen Essen nach der Ankunft fuhr man zurück nach Hamburg.

Teilnehmerzahl im unteren fünfstelligen Bereich erwartet

Die sächsische Polizei geht bei den angemeldeten Demonstrationen und Versammlungen von einer Teilnehmerzahl „im unteren fünfstelligen Bereich“ aus, wie Landespolizeipräsident Jürgen Georgie mitteilte. Der Freistaat habe Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert und alle verfügbaren Kräfte bekommen. Auch Wasserwerfer und Reiter stünden bereit.

Die AfD und das ausländerfeindliche Bündnis Pegida haben zu einem Schweigemarsch aufgerufen, das rechtspopulistische Bündnis Pro Chemnitz hat ebenfalls eine Kundgebung angemeldet. Zudem soll es eine Gegendemonstration eines breiten Bündnisses unter dem Motto „Herz statt Hetze“ geben. In Chemnitz war es nach dem Tod eines Deutschen und der Festnahme zweier Ausländer in den vergangenen Tagen zu Ausschreitungen mit Attacken gegen Ausländer gekommen. (dpa/Tsp)






 

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