• Weltfußballerin und Weltfußballer des Jahres: Megan Rapinoe und Lionel Messi sind die Besten

Weltfußballerin und Weltfußballer des Jahres : Megan Rapinoe und Lionel Messi sind die Besten

In Mailand werden die US-Ikone und Argentiniens Superstar ausgezeichnet. Für Messi ist es bereits der sechste Triumph bei einer Weltfußballer-Wahl.

Weltmeisterin und Weltbeste. Wo Megan Rapinoe auftaucht, ist der Erfolg nicht weit.
Weltmeisterin und Weltbeste. Wo Megan Rapinoe auftaucht, ist der Erfolg nicht weit.Foto: Denis Balibouse/Reuters

Die von den Reds erhofften Liverpool-Festspiele im altehrwürdigen Mailänder Opernhaus blieben aus. Zwar gewann LFC-Coach Jürgen Klopp die Wahl zum besten Trainer des Jahres, sein Abwehrriese Virgil van Dijk musste aber Lionel Messi den Vortritt lassen, der von FIFA-Präsident Gianni Infantino seine nun schon sechste Trophäe für den Besten der Besten überreicht bekam. Der ebenfalls nominierte fünfmalige Titelträger Cristiano Ronaldo war nicht anwesend. Auch Nationaltorwart Marc-André ter Stegen ging in seiner Kategorie leer aus. Zur Weltfußballerin des Jahres wurde US-Weltmeisterin Megan Rapinoe gekürt.

„Wow! Was kann ich sagen?! Ich muss mich bei vielen Menschen bedanken, angefangen bei meiner Familie, die daheim sitzt und hoffentlich zuschaut“, sagte der sichtlich beeindruckte Klopp, der sich gegen den früheren Bayern-Coach Pep Guardiola (Manchester City) und Mauricio Pochettino (Tottenham Hotspur) durchsetzte.

„Das hätte niemand erwartet, als ich vor über 20 Jahren angefangen habe. So ist der Fußball. Ich muss mich bei meinem überragenden Club FC Liverpool bedanken, bei den Eigentümern, beim Team, ganz besonders beim Team. Ich bin sehr stolz.“

Der frühere Bundesliga-Coach, der gut gelaunt im schicken Smoking angekommen war, ist der dritte deutsche Preisträger der seit 2010 durchgeführten Wahl: Jupp Heynckes war nach dem Triple mit dem FC Bayern München im Jahr 2013 und Bundestrainer Joachim Löw nach dem WM-Triumph 2014 geehrt worden. Ter Stegen musste bei der noch recht jungen Wahl des Welttorhüters wie erwartet Klopp-Keeper Alisson Becker den Vortritt lassen.

V wie Victory. Rapinoe sendet gerne Botschaften – unter anderem an US-Präsident Donald Trump.
V wie Victory. Rapinoe sendet gerne Botschaften – unter anderem an US-Präsident Donald Trump.Foto: Luca Bruno/dpa

Zur Weltfußballerin wurde US-Weltmeisterin Megan Rapinoe gewählt, die mit ihrer Stimme gegen soziale Missstände und US-Präsident Donald Trump weit über den Fußball hinaus Bekanntheit erlangt hatte. „Ich danke meiner Familie und meiner Freundin, den Fans. Vielen Dank für die Unterstützung in den ganzen Jahren“, sagte sie. Ihre Nationaltrainerin Jill Ellis wurde zur besten Trainerin einer Frauen-Mannschaft gewählt. In die jeweiligen Weltauswahlen schaffte es weder ein deutscher Nationalspieler noch eine deutsche Nationalspielerin.

Messi hatte bereits in den Jahren 2009, 2010, 2011, 2012 und 2015 triumphiert und in den vergangenen Monaten eine starke, wenn auch nicht alles überragende Saison gespielt. Mit den Katalanen hatte der 32-Jährige erneut die spanische Meisterschaft gewonnen, in der Champions League war Barcelona nach einem dramatischen Rückspiel (0:4) am späteren Titelträger FC Liverpool gescheitert.

Fünf plus eins. Messi steht schon wieder ganz oben.
Fünf plus eins. Messi steht schon wieder ganz oben.Foto: Marco Bertorello/AFP

Im Königspokal unterlag Barcelona im Finale dem FC Valencia trotz eine Treffers von Messi mit 1:2. Mit der Nationalmannschaft wurde Messi, der am Saisonende zum sechsten Mal den Goldenen Schuh für den besten Torjäger Europas gewann, bei der Copa América Dritter und verpasste erneut einen Titel mit der Auswahl.

Der argentinische Dribbelkünstler hatte unlängst nach längerer Verletzungspause sein Saisondebüt in der spanischen La Liga gefeiert. Im Klassiker Deutschland gegen Argentinien am 9. Oktober in Dortmund müssen die deutschen Fans auf den Weltfußballer verzichten: Messi ist wegen seines verbalen Rundumschlags bei der Copa von Südamerikas Verband Conmebol für drei Monate bis Anfang November aus der Nationalmannschaft verbannt worden. (dpa)

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