• Werbeeinnahmen in Milliardenhöhe: IOC-Präsident Bach erteilt Athleten-Zahlungen eine Absage

Werbeeinnahmen in Milliardenhöhe : IOC-Präsident Bach erteilt Athleten-Zahlungen eine Absage

Die olympischen Athleten werden keinen "fairen Anteil" an den Werbeeinahmen des IOC erhalten. Laut Präsident Bach ist dies finanziell nicht möglich.

Hände gebunden? IOC-Präsident Thomas Bach kann Athleten keinen Anteil der Werbeeinahmen versprechen.
Hände gebunden? IOC-Präsident Thomas Bach kann Athleten keinen Anteil der Werbeeinahmen versprechen.Foto: Jean-Christophe Bott/dpa

Präsident Thomas Bach hat direkten Zahlungen aus den Milliarden-Dollar-Werbeeinnahmen des Internationalen Olympischen Komitees an Athleten eine Absage erteilt. „Wenn dies der Fall wäre, können wir sicher sein, dass wir nicht 33 olympische Sportarten in Tokio 2020 und sieben in Peking 2022 haben würden, sondern nur eine viel geringere Anzahl“, erklärte er am Dienstag bei der IOC-Session in Lausanne, am Tag nach der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2026 an Mailand. „Wir hätten nicht Athleten aus allen 206 an den Olympischen Spielen teilnehmenden Nationalen Olympischen Komitees, sondern nur eine sehr viel geringere Anzahl.“

Die Vereinigung „Athleten Deutschland“ hatte vom IOC gefordert, den an Olympischen Spielen teilnehmenden Sportlern einen „fairen Anteil“ aus den Werbeeinnahmen zukommen zu lassen, weil sie im Mittelpunkt der Spiele stünden.

Bach verteidigte das Solidaritätsmodell des IOC, das 90 Prozent der Einnahmen - in einer Olympiade, dem Zeitraum zwischen den Spielen, sind dies rund fünf Milliarden Dollar - an die NOK's und die Sportverbände weitergibt. Zugleich gab er zu, dass „wir nicht immer unser Bestes getan haben, um das Solidaritätsmodell für die Athleten und die breite Öffentlichkeit transparent und verständlich genug zu machen“. Um dies zu beheben, arbeite man an einer Reihe von Maßnahmen, die zeigten, wie im Rahmen des Solidaritätsmodells mehr Möglichkeiten geschaffen werden können. Das Modell soll „zum Wohle der Athleten“ gestärkt werden. (dpa)

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