Wintersport : Siege für deutsche Skispringer und Biathetinnen

Wintersport-Wochenende kompakt: Eisschnelläuferin Jenny Wolf gewinnt erstmals in diesem Winter und die deutschen Biathletinnen zeigen sich im Olympia-Test in Sotschi in Topform.

Vorneweg: Eisschnellläuferin Jenny Wolf schaffte beim Weltcup-Finale in Heerenveen ihren ersten Sieg in diesem Winter.
Vorneweg: Eisschnellläuferin Jenny Wolf schaffte beim Weltcup-Finale in Heerenveen ihren ersten Sieg in diesem Winter.Foto: dpa

Richard Freitag hat beim Skisprung-Weltcup in Lahti seinen dritten Karrieresieg gefeiert. Der 21-Jährige setzte sich am Sonntag klar vor dem Norweger Anders Bardal durch. Severin Freund erreichte als punktgleicher Dritter mit Anders Jacobsen aus Norwegen ebenfalls das Podest. Am Samstag hatten die deutschen Skispringer bereits beim Team-Weltcup triumphiert. Das Quartett mit Freund, Freitag, Andreas Wank und Michael Neumayer verwies Norwegen auf Rang zwei. Für die deutsche Mannschaft war es der zweite Saisonsieg.

Eisschnellläuferin Jenny Wolf schaffte beim Weltcup-Finale in Heerenveen ihren ersten Sieg in diesem Winter. Die 34-Jährige lief der Konkurrenz am Freitag über 500 Meter davon. Das deutsche Damen-Team mit Stephanie Beckert, Claudia Pechstein und Bente Kraus hingegen enttäuschte im Weltcup-Finale. Pechstein übte anschließend deutliche Kritik an Beckert.

Weltmeister Eric Frenzel holte beim Weltcup der Nordischen Kombinierer im finnischen Lahti seinen fünften Saisonsieg. Der 24-Jährige landete am Freitag nach einem Sprung und dem 10-Kilometer-Langlauf vor dem Japaner Akito Watabe auf Platz eins. Tags darauf ließ er zusammen mit Johannes Rydzek einen weiteren Sieg folgen: Im Teamsprint gewann das deutsche Duo nach einem Sprung und dem 2 x 7,5-Kilometer-Langlauf vor dem zweiten deutschen Team mit Fabian Rießle und Tino Edelmann.

Viktoria Rebensburg hat sich mit dem dritten Rang beim alpinen Weltcup in Ofterschwang ihren fünften Podestplatz in dieser Saison gesichert. Im Riesenslalom fehlte der 23-Jährigen am Samstag knapp eine Sekunde auf Siegerin Anna Fenninger aus Österreich. Maria Höfl-Riesch landete nur auf Platz 16. Beim Slalom am Sonntag schied sie frühzeitig aus. Bei den Herren verpasste Felix Neureuther seinen zweiten Podestplatz im Riesenslalom-Weltcup nur knapp. Dem Skirennfahrer fehlten am Samstag in Kranjska Gora nur vier Hundertstelsekunden. Am Sonntag schied Neureuther im Slalom frühzeitig aus.

Die deutschen Biathletinnen landeten zum Abschluss des Olympia-Tests in Sotschi auf Platz eins. Andrea Henkel, Evi Sachenbacher-Stehle, Miriam Gössner und Laura Dahlmeier ließen trotz einer Strafrunde und sieben Nachladern der Konkurrenz keine Chance. Schlussläuferin Laura Dahlmeier fing die Ukraine noch ab und sicherte dem Quartett den zweiten Staffelsieg der Saison. Die Männer-Staffel mit Erik Lesser, Andreas Birnbacher, Arnd Peiffer und Benedikt Doll war zuvor hinter den überlegenen Russen auf Rang zwei gelaufen. Evi Sachenbacher-Stehle hatte am Samstag mit Rang sechs im Sprint ihr bestes Weltcup-Ergebnis erzielt.

Weltmeister Petter Northug gewann am Sonntag auch den ersten 15-Kilometer-Weltcup der Langläufer nach der WM. Im finnischen Lahti kam der Norweger im klassischen Stil nach 34:35,6 Minuten ins Ziel. Einen starken fünften Platz erkämpfte sich Tobias Angerer mit 51,1 Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Zum dritten Mal nacheinander hat sich der Kanadier Alex Bilodeau bei der Ski-Freestyle-WM die Goldmedaille im Parallel-Wettbewerb auf der Buckelpiste gesichert. Weltmeisterin bei den Damen wurde Chloe Dufour-Lapointe aus Kanada. Im Slopestyle am Sonntag gingen die Titel an die USA und Kanada. Bei den Damen war Kaya Turski erfolgreich. Der US-Amerikaner Thomas Wallisch wurde neuer Weltmeister bei den Herren.

Snowboarder Patrick Bussler hat beim Weltcup in Arosa sein bestes Saison-Ergebnis eingefahren, aber als Vierter knapp das Podest verpasst. Der Sieg beim Parallel-Riesenslalom in der Schweiz ging an Parallel-Slalom-Weltmeister Rok Marguc aus Slowenien. Die Damen-Konkurrenz gewann die Norwegerin Hilde-Katrine Engeli. Snowboardcrosser Konstantin Schad verfehlte einen Spitzenplatz. Nach Rang acht in Sotschi kam Schad am Samstag in Arosa nicht über den 29. Platz hinaus. Es war sein schlechtestes Weltcup-Ergebnis in dieser Saison.

Die deutschen Shorttracker haben auch zum Abschluss der WM in Debrecen nicht vorne mitmischen können. Robert Seifert wurde am Sonntag über 1000 Meter in der zweiten Runde wegen Behinderung disqualifiziert. Für die weiteren drei Deutschen war sogar schon in der ersten Runde Endstation. Am Samstag war Deutschlands Medaillenhoffnung Seifert über 500 Meter gestürzt.

Die deutschen Skicrosser verpassten bei der WM in Norwegen die erhoffte Medaille. Als beste Starterin des Deutschen Skiverbandes belegte Anna Wörner am Sonntag den fünften Platz. Ihr Teamkollege Andreas Schauer war als Zehnter bester im deutschen Herren-Team. Weltmeister bei den Männern wurde Jean Frederic Chapuis aus Frankreich. Bei den Damen siegte die Schweizerin Fanny Smith. (dpa)

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