• WM 2014 - der tägliche Liveticker: Cristiano Ronaldo ist fit, Mario Balotelli köpft ein

Selbsttest in der Hitze von Manaus

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WM 2014 - der tägliche Liveticker : Cristiano Ronaldo ist fit, Mario Balotelli köpft ein

15.40 Uhr: Wenn man über Manaus schreibt, muss man Werner Herzog erwähnen (gut gemacht, Kollege Goldmann). Wenn Griechenland zum ersten Spiel bei der WM antritt, muss man die Chance nutzen, Monty Pythons großartigen Fußballphilosophen-Sketch zu verlinken. Hiermit gemacht! Der passt zwar jetzt noch nicht wirklich, weil die Griechen heute gegen Kolumbien und nicht wie im Sketch gegen die Deutschen antreten, aber was soll's, Hauptsache lustig.

Die Chance, dass es bei dieser WM zu einem Spiel Deutschland - Griechenland kommt, ist ja leider nicht allzu groß. Dafür gibt es eine aktuelle Anbindung, denn Debatten um Schiedsrichterentscheidungen gab es damals auch schon. Nach dem Siegtor der Griechen durch einen Kopfball von Sokrates (Vorarbeit Archimedes) debattieren die Deutschen. Hegel argumentiert, dass die Realität nur ein A-priori-Adjunkt der nicht-naturalistischen Ethik sei, Kant gemäß dem kategorischen Imperativ sieht sie als ontologisch nur in der Vorstellung existent an und Marx plädiert auf Abseits. Beckenbauer war übrigens damals noch nicht gesperrt und kickte mit.

14.55 Uhr: Heiß ist's in Manaus und feucht. Mitten im Amazonas-Dschungel treten heute um 24 Uhr England und Italien zu ihrem ersten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft in Brasilien gegeneinander an. Unser WM-Reporter Sven Goldmann hat dazu einen kleinen Selbstversuch unternommen: 90 Minuten Gehen bei 40 Grad Hitze in Manaus, Europäern fällt dort selbst die gemächliche Fortbewegung schwer.

Englands Trainer Roy Hodgson hat deshalb eine ungewöhnliche Art der Vorbereitung für seine Mannschaft gewählt und Wayne Rooney und die anderen in Winterklamotten trainieren lassen, um die Hitze von Manaus zu simulieren. "Gekommen, um zu schwitzen" - mehr zum Selbstversuch Sven Goldmanns lesen Sie hier.

14.38 Uhr: Der stets einfallsreiche Fifa-Präsident Joseph Blatter kann sich ein Fußballturnier für das gesamte Universum vorstellen, interplanetarisch, intergalaktisch. Während die Weltauswahl noch zusammengestellt werden muss, steht die Mannschaft der Außerirdischen schon bereit, wie Sie hier in unserer Bildergalerie sehen können:

FC Inter Galaktisch
Sepp Blatter war wieder einmal in anderen Sphären. „Wir fragen uns, ob unser Spiel auf einem anderen Planeten gespielt wird“, sagte der 78 Jahre alte Hobbyastronom nun bei seinem kurzfristigen Aufenthalt auf dem Planeten Erde in Brasilien. Weiter kündigte er an: „Wir werden nicht mehr nur eine Weltmeisterschaft, sondern interplanetarische Wettbewerbe haben.“ Für viele Beobachter scheint ein solches Turnier irgendwo zwischen Venus und Neptun nach der WM-Vergabe an Katar nur der nächste logische Schritt. Blatters Ankündigung sorgte natürlich für Verwirrung, welche irdischen Kicker dafür nominiert werden. Trainer Franz Beckenbauer wollte sich auf einen Kader noch nicht festlegen. Die Mannschaft der Außerirdischen steht allerdings bereits fest. Schauen Sie selbst!Weitere Bilder anzeigen
1 von 13Alle Texte: Stephan Reich und Ron Ulrich
14.06.2014 14:35Sepp Blatter war wieder einmal in anderen Sphären. „Wir fragen uns, ob unser Spiel auf einem anderen Planeten gespielt wird“,...

14.20 Uhr: Es gibt heute übrigens doch einen glücklichen Spanier. Der Mann knackte mit seinen sieben richtigen Zahlen den Jackpot von 137 Millionen Euro in der Lotterie "Euro Millions". Es ist die größte Summe, die in der Geschichte dieses Glücksspiels nach Spanien geht. Das passt. Das 1:5 gegen Holland war ja auch die höchste Niederlage eines amtierenden Weltmeisters bei einer WM. Mehr zu dem Lottogewinn hier.

14.05 Uhr: Apropos Deutsche pfeifen - folgende Rätselfrage haben die Kollegen von dpa ausgebuddelt: Welcher deutsche Schiedsrichter nahm als einziger an drei WM-Endrunden teil? Wer die Antwort weiß, kann Sie hier unten als Kommentar hinterlassen. Der Schnellste darf zusammen mit Franz Beckenbauer ein WM-Spiel seiner Wahl in der Vip-Loge besuchen... Ach, Mist, der hat ja Stadionverbot. Schade, dann geht's eben doch nur um die Ehre.

13.55 Uhr: Noch rund sieben Stunden, dann greift Deutschland endlich ins WM-Geschehen ein. Nein, nicht Jogis Jungs, sondern Phantom-Felix. Denn der Bundesliga-Schiedsrichter Felix Brych pfeift am Abend die Partie der Gruppe D, Uruguay gegen Costa Rica, in Fortaleza. Ob sich der Referee, der im Januar beim Spiel zwischen Bayer Leverkusen und TSG Hoffenheim ein Tor gab, das gar keines war, in die Reihe der bisherigen Schiedsrichterleistungen bei dieser WM einreiht, bleibt abzuwarten.

13.50 Uhr: Nach der Aufregung um die Fifa-Sperre gegen Franz Beckenbauer rumort es weiter im deutschen Fußball: Denn Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger hat seinen Nachfolger Wolfgang Niersbach scharf angegriffen und ihm im Interview mit der "Rhein-Zeitung" "Heuchelei" vorgeworfen. Zudem sprach er Niersbach eine Vorbildrolle ab. Zwanziger wirft also Niersbach vor, ein falscher Fuffziger zu sein? Funktionäre unter sich...

13.20 Uhr: Bei allem aktuellen WM-Irrsinn nun mal ein Moment der Besinnung für einen WM-Helden: Gyula Grosics, der legendäre Torhüter der ungarischen Mannschaft von 1954, ist am Freitag im Alter von 88 Jahren gestorben - 60 Jahre nach der Niederlage seines Lebens. Peter Kasza hat für uns einen Nachruf auf den "Schwarzen Panter" geschrieben, den Sie hier lesen können. Unser Autor hat unter anderem ein Buch über das "Wunder von Bern" aus ungarischer Sicht geschrieben sowie für den zur WM 2006 erschienen Sammelband "Der Lieblingsfeind. Deutschland aus der Sicht seiner Fußballrivalen" ein Interview mit Gyula Grosics und einen Essay über "Die Angelegenheit da in Bern" beigesteuert.

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