Bei der WM wird es eine andere Art von Fußball geben

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WM 2014 -Trainingslager : Joachim Löw konzentriert sich auf die Taktik

Die leise Sehnsucht danach, die gestern beim Bundestrainer durchklang, ist nicht unbegründet. Besonders das seinerzeit nahezu perfekt vorgetragene schnelle Umschaltspiel, das der Nationalelf irgendwie abhanden gekommen ist, soll wieder stärker in den Mittelpunkt ihres Tuns rücken. „Uns ist in den letzten Spielen nicht immer gelungen, mit höchstem Tempo in den gegnerischen Strafraum zu kommen.“ Die Mannschaft habe zu viel Ballbesitzfußball gespielt und dadurch immer wieder gute Chancen verpasst.

Ohnehin werden die Bedingungen bei der Weltmeisterschaft in Brasilien Einfluss auf die Spielweisen der Mannschaften nehmen, besonders jener aus hiesigen Breiten. „Es wird schon eine andere Art von Fußball sein als der, den wir aus Europa kennen. Ein Fußball, der nicht dieses Tempo hat, wie wir es aus der Champions League kennen.“ Vor einem Jahr hatte Löw zur fast gleichen Zeit einige Spiele beim Confed-Cup besucht und dabei keine Mannschaft gesehen, die über 90 Minuten beispielsweise ein hohes Pressing spielen konnte, wie er berichtete. „Wir werden unsere Spielweise etwas anpassen müssen“, sagte Löw.

Weniger die sommerlichen Temperaturen im Nordosten des WM-Gastgeberlandes, wo die deutsche Elf ihre drei Vorrundespiele bestreitet, bereiten dem Bundestrainer Kopfschmerzen. Trockene Hitze wäre gut verträglich, die hohe Luftfeuchtigkeit sei aber eine Belastung. „Wir brauchen deshalb widerstandsfähige und willensstarke Spieler, die die Bedingungen annehmen und nicht lamentieren.“

Für die verbleibende Zeit im Trainingslager wird Löw mit seiner Auswahl nun schwerpunktmäßig ein paar fußballtaktische Dinge aufarbeiten. Besonderes Augenmerk liege dabei auf dem Spiel der Mannschaft im letzten Drittel, auf den richtigen Laufwegen, auf schnellen und klaren Spielzügen sowie der defensiven Organisation.

„Wenn wir zu einem Turnier fahren, wünscht sich das Land den Titel“, sagte Löw. Diesen Druck werde seine Mannschaft auch mental aushalten. An allem anderen werden das Team und er ehrgeizig arbeiten, wohl auch noch nach der Landung in Brasilien. Dort verbleibt der Nationalmannschaft bis zu ihrem Auftaktspiel gegen Portugal (16. Juni) eine weitere Woche. Denn am Ende, so sagte es Löw, sei es wichtig, „dass man auf Spieler zählt, die hundert Prozent fit sind“.

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