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WM in Seefeld : Langlauf-Frauenstaffel: Nach Sturz knapp an Bronze vorbei

Das deutsche Team darf nach einer starken Leistung auf eine Medaille hoffen. Doch am Ende kommt Pech dazu. Unterdessen gehen die Kombinierer diesmal leer aus.

Schlussläuferin Laura Gimmler in der Loipe.
Schlussläuferin Laura Gimmler in der Loipe.Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Die deutschen Langläuferinnen haben eine sensationelle WM-Medaille mit der Staffel knapp verpasst. Victoria Carl, Katharina Hennig, Sandra Ringwald und Laura Gimmler belegten am Donnerstag in Seefeld nach 4 x 5 Kilometern Rang vier. Gold sicherte sich bei strahlendem Sonnenschein vor 14.900 Zuschauern in Seefeld die schwedische Staffel vor den favorisierten Norwegerinnen und Russland.

Für Schweden war es der erste WM-Sieg, seitdem die Staffel in der jetzigen Form mit vier Läuferinnen bestritten wird. Die deutsche Staffel hielt überraschend lange mit Russland mit. Schlussläuferin Gimmler stürzte in der letzten Runde und konnte der Russin Natalia Neprajewa am Ende nichts mehr entgegensetzen. Trotzdem waren die Deutschen sehr zufrieden. „Wir haben den vierten Platz gewonnen, nicht Bronze verloren“, sagte Schlussläuferin Gimmler lächelnd im ZDF.

Auch Bundestrainer Peter Schlickenrieder war begeistert. „Die Mädels haben ein super Rennen abgeliefert und alles gegeben“, sagte er. „Der vierte Platz ist gar nicht hoch genug zu bewerten, wenn wir sehen, wen wir alles hinter uns gelassen haben.“ Dabei dachte der 49-Jährige unter anderem an die Staffeln aus Finnland und den USA, die im Rennen um die Medaillen schon früh zurückfielen.

Johannes Rydzek wird Achter

Danach beendete der norwegische Kombinierer Jarl Magnus Riiber die deutsche Erfolgsserie bei Großereignissen und gewann Gold. Der 21 Jahre alte Gesamtweltcup-Sieger siegte nach einem Sprung von der Normalschanze und dem 10-Kilometer-Lauf vor Bernhard Gruber aus Österreich und dem Japaner Akito Watabe. Bester DSV-Athlet war Titelverteidiger Johannes Rydzek, der mit einem Rückstand von 53,8 Sekunden auf Rang acht landete.

Auch Vinzenz Geiger (14.), Eric Frenzel (16.) und Fabian Rießle (17.) mussten sich bei deutlichen Plusgraden vor knapp 13.000 Zuschauern geschlagen geben. Sie hatten sich schon im Springen deutliche Rückstande eingehandelt. Die DSV-Kombinierer hatten vorher bei der WM 2017 in Lahti, bei Olympia 2018 in Pyeongchang und nun in Seefeld insgesamt neun Wettbewerbe bei Großereignissen in Serie gewonnen. Am Samstag steht der Teamwettkampf als letzte Entscheidung an. (dpa)

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