Zoff bei den Bayern : Hoeneß kontra Breitner: Beckenbauer will vermitteln

Zwischen Uli Hoeneß und Paul Breitner herrscht dicke Luft. Ihr ehemaliger Mitspieler Franz Beckenbauer hofft auf eine Versöhnung - und würde dabei mithelfen.

Uli Hoeneß im Trikot der Bayern, Paul Breitner (r.) als Spieler von Eintracht Braunschweig. Das war in der Saison 1977/78.
Uli Hoeneß im Trikot der Bayern, Paul Breitner (r.) als Spieler von Eintracht Braunschweig. Das war in der Saison 1977/78.Foto: imago/Rust

Franz Beckenbauer hofft auf eine Versöhnung seiner ehemaligen Teamkollegen Uli Hoeneß und Paul Breitner. „Ich wünsche mir, dass sich die beiden wieder zusammenraufen. Das sollte doch möglich sein zwischen zwei erwachsenen Menschen“, sagte der 73-Jährige der „Bild“-Zeitung. Das Verhältnis der Freunde hatte sich zuletzt abgekühlt. Am Dienstag verkündete Breitner (67), dass ihn der FC Bayern wegen eines zu kritischen Interviews künftig von der Ehrentribüne im Münchner Stadion verbanne.

Das bestätigte Bayerns Vorstand Jan-Christian Dreesen am Dienstagabend dem „Spiegel“ und nannte die „mehr als geringschätzigen Äußerungen über den FC Bayern und dessen handelnde Personen“ als Grund für die Entscheidung. Breitner hatte die Vereinsbosse Hoeneß (66) und Karl-Heinz Rummenigge (63) im Bayerischen Rundfunk für ihre Pressekonferenz und den Rundumschlag gegen die Medien kritisiert. Er wolle nun auch seine zwei Ehrenkarten auf Lebenszeit zurückgeben.

Gemeinsam Welt- und Europameister

Beckenbauer will Hoeneß und Breitner, die einst eine WG bewohnten und zusammen Europameister (1972), Weltmeister (1974) und mit den Bayern Europapokalsieger (1974) wurden, bei einer Versöhnung helfen. „Wenn ich dazu beitragen kann, bin ich natürlich dazu bereit“, sagte er. (dpa)

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