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Zuschauer stürzt in der Halle und stirbt : Todesfall überschattet Spiel der Füchse Berlin

Vor der Partie der Füchse gegen Melsungen kommt es zu einem tragischen Unglück. Ein Mann stirbt. Der Manager der Berliner drückte sein Beileid aus.

Ein Fab starb vor der Partie zwischen den Füchsen (li.) und Melsungen.
Ein Fab starb vor der Partie zwischen den Füchsen (li.) und Melsungen.Foto: imago images/Mario Stiehl

Das Spiel in der Handball-Bundesliga zwischen den Füchsen Berlin und der MT Melsungen ist von einem Todesfall überschattet worden. Vor der Partie stürzte ein 64 Jahre alter Fan des Berliner Klubs am Eingang der Tribüne C in der Max-Schmeling-Halle schwer. Notarzt und Rettungssanitäter waren gleich zur Stelle, es kam aber jede Hilfe zu spät. Der Mann verstarb noch vor Ort in der Halle.

Der Beginn des Spiels vor 7428 Zuschauern wurde eine halbe Stunde nach hinten auf 19.30 Uhr verlegt. Es gab eine Schweigeminute. Füchse-Präsident Frank Steffel trat vor der Partie auf das Spielfeld und verkündete die traurige Nachricht. Zuvor hatte er mit der Witwe des Verstorbenen gesprochen. „Es wäre in seinem Interesse gewesen, dass das Spiel trotzdem stattfindet“, sagte Steffel. Die Füchse gewannen 28:22 (15:15).

„Es war eine schwierige Entscheidung, diese Partie anzupfeifen. Wir haben uns gesagt, wir ziehen das jetzt durch, weil wir mitbekommen haben, dass die Witwe dieses Spiel stattfinden lassen wollte“, sagte Füchse-Torhüter Silvio Heinvetter. „Das hat uns schon mitgenommen. Wir sind schließlich Menschen und keine Maschinen. Wir hätten uns nicht beschwert, wenn das Spiel abgesagt worden wäre“, sagte Melsungens Michael Allendorf.

Auf die Show-Einlagen vor der Begegnung wurde verzichtet. Die Stimmung in der Halle war gedämpft. „Man hat bei allen gemerkt, dass das eine schwierige Situation ist“, sagte Nationalspieler Paul Drux.

Auch Füchse-Manager Bob Hanning zeigte sich nach dem tragischen Todesfall geschockt: "All mein Beileid der Witwe und der Familie. Wir werden alles Erdenkliche tun, um der Familie zu helfen." Die Todesursache ist weiter unklar. (dpa/Tsp)


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