Die besten Weihnachtsmärkte im Berliner Umland : Glühwein im Kloster, am Hafen und mitten im Wald

Weihnachtsmärkte, und zwar beschaulich, verträumt und in schönster Natur gelegen: Wir haben sie im Berliner Umland gefunden.

Kloster Neuzelle
Kloster NeuzelleFoto: Kloster Neuzelle Promo

Wer dieser Tage längere Spaziergänge unternehmen will, muss sich ranhalten: Der Sonnenuntergang hat sich in Berlin und drumherum schon auf vor 16 Uhr geschoben. Wer um die Mittagszeit erst unterwegs ist, steht bald im dunklen Wald.

Doch die Dunkelheit hat natürlich auch Vorzüge: Drinnen ist's umso gemütlicher, draußen leuchtet's weihnachtlich – und die Weihnachtsmarkt-Saison hat wieder begonnen.

Nun ist das Gedränge, das auf den Berliner Märkten herrscht, ebenso wenig besinnlich wie deprimierender Kirmes-Techno-X-Mas-Schlager, der viel zu viele Weihnachtsmärkte beschallt.

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Auch deswegen lohnt es sich auch im kalten, dunklen Dezember die große, graue Stadt zu verlassen und einen Ausflug dorthin zu machen, wo die Märkte kleiner, beschaulicher und liebevoller sind: ins Umland.

Süßer die Glocken nie klingen

Das sachsen-anhaltinische Städtchen Werben, direkt am Ufer der Elbe gelegen, gilt als malerisches Kleinod unter den Städten der Altmark: Werben ist eine der kleinsten Städte Deutschlands und die kleinste Hansestadt überhaupt, der Johanniterorden hat mit der gotischen St.-Johannis-Kirche hier zudem ein eindrucksvolles Bauwerk voller Prunk und Pracht hinterlassen.

In dieser kleinstädtischen Heimeligkeit findet am 14. und 15. Dezember der sogenannte Biedermeier-Weihnachtsmarkt statt: mit Schattentheater, gemeinsamem Adventsliedersingen und Märchenstunde, mit Grünkohl, Punsch, Bratäpfeln und, natürlich, Glühwein.

Hinkommen: Mit dem Auto fährt man in knapp 2,5 Stunden nach Werben. Mit dem Zug ist es bedeutend komplizierter: Von Berlin-Hauptbahnhof gehen regelmäßig Fernverkehrszüge nach Wittenberge oder Stendal, von dort fährt die S1 Richtung Magdeburg, etwa nach Goldbeck oder Seehausen, von wo man entweder mit einem Rufbus oder dem Bus 954 bis Werben kommt, Dauer: grob 3 Stunden.

Oh Tannenbaum

Foto: Patrick Pleul

Feuerzauber, Waldwichtel und mystische Tänze: Die WaldWeihnacht im Forstbotanischen Garten in Eberswalde ist kein klassischer Buden-Weihnachtsmarkt, so ganz und gar nicht. Stattdessen gibt es im bunt beleuchteten Wald am 14. und 15. Dezember jeweils zwischen 14 und 19 Uhr eine Märchenaufführung, eine kleine Tour namens "Waldlichtgang" für Kinder und, ganz ohne geht es ja auch nicht, Glühwein und Essen. Am Sonntag um 16.30 Uhr endet die WaldWeihnacht mit einem Mitsingkonzert.

Hinkommen: Mit dem Auto dürfte die Anfahrt gut 1,5 Stunden dauern, die Parkplatzsituation um den Forstbotanischen Garten ist aber so angespannt, dass die Veranstalter um andere Formen der Anreise bitten. Oder zumindest darum, das Parkhaus der Hochschule Eberswalde anzusteuern. Mit dem Zug dauert die Fahrt mit der S2 ab Friedrichstraße über Bernau und dem RE3 keine Stunde, wobei man ab dem Bahnhof Eberswalde grob 20 Minuten zum Forst läuft.

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Daniel Erk