Unfallserie auf der A 12 : Vier Tote, ein Schwerverletzter

Bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn 12 sind vier Menschen ums Leben gekommen, ein Mann verletzte sich schwer, als ein Sattelschlepper umstürzte. Bei einem dritten Unfall kam niemand zu Schaden.

Frankfurt (Oder) - Nach einer Serie von Unfällen ist die Autobahn 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) drei Mal gesperrt worden. Bei einem Unfall bei Jacobsdorf wurden am späten Donnerstagabend vier Insassen eines Kleintransporters getötet, wie ein Polizeisprecher sagte. Eine weitere Person wurde wenige Stunden später schwer verletzt, als ein Sattelschlepper auf der Autobahn umstürzte. Aufgrund der Sperrungen nach einem weiteren Unfall kam es am Morgen zu einem Rückstau bis über das Dreieck Spreeau hinaus. Am frühen Vormittag rollte der Verkehr wieder.

Nach Angaben des Polizeisprechers war der mit insgesamt fünf Personen besetzte Kleintransporter gegen 20:50 Uhr zwischen den Anschlussstellen Müllrose und Frankfurt-West mit hoher Geschwindigkeit auf einen Lastwagen aus Großbritannien aufgefahren, der am Ende des Grenzstaus ausrollte. Durch die Wucht des Aufpralls wurden vier Männer im Alter von 24 bis 43 Jahre getötet. Der 22-jährige polnische Fahrer kam leicht verletzt in ein Krankenhaus. Er erlitt allerdings einen schweren Schock und konnte vorerst nicht vernommen werden. Die Autobahn in Richtung Frankfurt wurde für Bergungs- und Aufräumarbeiten bis 3:30 Uhr gesperrt.

Durch die Fahrerkabine geschleudert

Gegen 3:50 Uhr kam zwischen den Anschlussstellen Storkow und Fürstenwalde ein russischer Sattelzug von der Fahrbahn ab und kippte um. Ein 45-jähriger Beifahrer, der in der Schlafkoje lag, wurde durch die Wucht Aufpralls in die Fahrerkabine geschleudert und dabei schwer verletzt. Die Sperrung in Richtung Frankfurt konnte gegen 7:20 aufgehoben werden.

Zur selben Zeit kam es etwa 20 Kilometer entfernt zu einem weiteren Unfall: Kurz vor der Anschlussstelle Friedersdorf touchierte ein Lkw einen Wagen seitlich. Der Pkw-Fahrer verlor dadurch die Kontrolle über sein Auto und fuhr in die Leitplanken. Der Pkw kam schwer beschädigt quer zur Fahrbahn zum Stehen. Personen wurden nicht verletzt. Die Autobahn 12 musste bis 8:15 Uhr in Fahrtrichtung Fürstenwalde voll gesperrt werden. Es kam zum Rückstau bis auf die Autobahn 10 in Richtung Nord und West.

Pläne zur Unfallprävention

Auf der A 12 ereignen sich häufig schwere Unfälle. Im vergangenen Jahr kamen auf der 58 Kilometer langen Autobahn vom Berliner Ring zur polnischen Grenze mindestens 13 Menschen ums Leben. Die meisten Opfer sterben beim Aufprall ihrer Fahrzeuge auf stehende Lkw. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit soll jetzt zwischen Briesen und der polnischen Grenze bis Herbst eine Stauwarnanlage errichtet werden. Zudem ist der Ausbau des Standstreifens geplant. (Von Mirko Hertrich, ddp)