Lange Nacht der Wissenschaften : Fake News erkennen und Demokratie stärken

In der „Klügsten Nacht des Jahres“ in Dahlem spielt die Politik eine wichtige Rolle.

Liebe für Europa. Eine Podiumsdiskussion über die Ursachen des Rechtspopulismus ist nur eine der vielen Veranstaltungen zu Politik bei der Langen Nacht.
Liebe für Europa. Eine Podiumsdiskussion über die Ursachen des Rechtspopulismus ist nur eine der vielen Veranstaltungen zu Politik...Foto: picture alliance/ZUMAPRESS.com

Demokratie ist angreifbar geworden. Nationalistische Stimmen werden laut, die europäische Idee ist nicht mehr gesichert und das Internet ein florierendes Biotop für Fake-News. Politik ist deshalb in diesem Jahr ein Schwerpunkt der Langen Nacht der Wissenschaften.

Rechtspopulismus unter der Lupe
Im neuen Exzellenzcluster unter dem Dach der Freien Universität, „Contestations of the Liberal Script (SCRIPTS)“ analysieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die gegenwärtigen Auseinandersetzungen um die liberale Ordnung aus historischer, globaler und vergleichender Perspektive. Bei der „Klügsten Nacht des Jahres“ veranstalten die Beteiligten eine Podiumsdiskussion zu Ursachen und Konsequenzen des Rechtspopulismus in Europa. Erwartet werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Expertinnen und Experten aus Politik und Kultur. (20.15 bis 21.45 Uhr, Fabeckstr. 23/25, Haus 9c auf Lageplan, Campusbibliothek, Buslinie: blau)

Digitaler Journalismus erklärt
Subjektive Blogs, seriöse Online-Journale und Werbeanzeigen sind in der digitalen Welt bisweilen schwer voneinander unterscheidbar. Das Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft vermittelt deshalb interaktiv entsprechende Medienkompetenz – zu Werbung, die aussieht wie Journalismus, und zu falschen Fakten und Studien, die als Wahrheit verbreitet werden, weil sie in gewisse Weltbilder passen. Außerdem geht es um Memes, die moderne Form der Satire im Netz. (18 bis 22 Uhr, Fabeckstr. 23/25, Haus 9b auf Lageplan, Raum JK24/140, Buslinien: blau, grün, gelb, orange)

Knotenpunkt Kaukasus
Zu Konflikten und Entwicklungen im Kaukasus findet eine Diskussion des Osteuropa-Instituts der Freien Universität statt, zu der als Gast der georgische Botschafter in Deutschland Elguja Khokrishvili erwartet wird. Thematisiert werden die kulturellen, ökonomischen und politischen Dimensionen der Region als Knotenpunkt zwischen Russland, Türkei und Iran sowie die Dynamiken des Postimperialismus. (20 Uhr, Fabeckstr. 23/25, Haus 9c auf Lageplan, Campusbibliothek, Raum 0.3099, Buslinie: blau)

Graswurzel-Bewegungen
Wenig Schlagzeilen-Potenzial haben dagegen Prozesse des friedlichen gesellschaftlichen Wandels, wie in den sonst so konfliktreichen Staaten des Maghreb sowie der Maschrek- und Golfregion. Einsichten in die Regionen im Umbruch eröffnet deshalb der Vortrag einer Politikwissenschaftlerin, und ein Weltcafé lädt zum aktiven Austausch ein zwischen Besucherinnen und Besuchern sowie Regionalexpertinnen und -experten. (Weltcafé: 19 bis 20 Uhr, Vortrag: 20 bis 21 Uhr, Fabeckstr. 23/25, Haus 9c auf Lageplan, Campusbibliothek, Raum 1.2051, Buslinie: blau)