Lange Nacht der Wissenschaften : Feuer und Flamme für die Wissenschaft

Wie Computer Leben retten und künstliche Fotosynthese dem Klima hilft.

Wissenschaft mit Wow-Effekt: Bei der Experimentalvorlesung der Chemie gibt es Überraschungsmomente mit Knalleffekt.
Wissenschaft mit Wow-Effekt: Bei der Experimentalvorlesung der Chemie gibt es Überraschungsmomente mit Knalleffekt.Foto: Michael Fahrig

Spektakuläre Experimente, Vorträge und Führungen bieten die Naturwissenschaften während der Langen Nacht an.


Hilfe, Feuer!
Die Freie Universität brennt für die Mathematik – gewissermaßen. Erleben Sie, wie mithilfe einer numerischen Risikoanalyse und durch Computer-Simulationen Gebäude schneller evakuiert und so Leben gerettet werden können. In der Rauchkammer können Sie erfahren, wie gefährlich Feuer ist und Tipps zum Löschen erhalten. Einen der schnellsten Computer Deutschlands können Besucher übrigens am Zuse-Institut besichtigen. Nach dem Erfinder des ersten funktionsfähigen programmierbaren Rechners, Konrad Zuse, heißt dieser liebevoll „Konrad“. Von der Geschichte der Computer und dem Leben seines Vaters erzählt Informatikprofessor Horst Zuse in zwei Vorträgen. (Brandlabor: 17 bis 24 Uhr, Arnimallee 6, Haus 14 auf Lageplan, Buslinie: blau. Führungen zum Supercomputer stündlich von 18 bis 23 Uhr, Vorträge: 20 und 22 Uhr, Zuse-Institut, Takustr. 7, Haus 15 auf Lageplan, Buslinie: blau)

Über den Wolken
Wer nach dem Brandlabor etwas frische Luft braucht, geht am besten hoch hinauf auf den Wetterturm: Die Meteorologinnen und Meteorologen der Freien Universität zeigen ihren Arbeitsplatz und erklären, wie Wettervorhersagen entstehen und wie dabei neueste Technologie zum Einsatz kommt, etwa Drohnen oder das Internet der Dinge (IoT). Neugierige können bei „Meet the Prof“ informell mit Professorinnen und Professoren ins Gespräch kommen und diskutieren, welche Herausforderungen unseren Planeten in der Zukunft erwarten. (17 bis 24 Uhr, Schmidt-Ott-Str. 13, Haus 21 auf Lageplan, Buslinien: blau, gelb)

Voll im Element
Welche Rolle spielt die Chemie bei der Lösung globaler Probleme, und wie wichtig ist sie im Alltag? Für das „Internationale Jahr des Periodensystems“ haben sich die Chemikerinnen und Chemiker ein besonderes Programm überlegt: In einem Duftparcours kann man entdecken, wie Rosenduft in Molekülen skizziert aussieht, welche chemischen Teilchen den typischen Kaffeegeruch erzeugen und vieles mehr. Erklärt und gezeigt wird auch, wie lumineszierende Substanzen zum Beispiel bei Glühwürmchen funktionieren. Mit einem Knall endet die „Lange Nacht“ am Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie: Die Wissenschaftsshow über Anorganische Chemie zeigt imposante Experimente entlang der Elemente des Periodensystems. (Duftparcours: 17 bis 22 Uhr, Leuchtphänomene: 21.30 bis 22.30 Uhr, Experimentalvorlesung: 22.45 bis 24 Uhr, Takustr. 7, Haus 15 auf Lageplan, Buslinie: blau)

Von der Natur lernen
Auch die Physik bietet kluge Lösungen für aktuelle Probleme: Künstliche Photosynthese etwa könnte ein Weg zum Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen sein. Eine Demonstrationsanlage führt die visionäre Technik vor. Auch Experimente zu Klimawandel, Solarzellen, Windkraft und Wasserstoff veranschaulichen, wie die Naturwissenschaft angewendet werden kann. Bei einer Laborführung können Sie erfahren, wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Grundlagen der natürlichen Photosynthese erforschen. Kleine Experimente im gesamten Institut und Schülerlabor sowie die „Physica Magica-Show“ begeistern auch junge Gäste. (17 bis 24 Uhr, Laborführungen: stündlich, 18 bis 22 Uhr, Arnimallee 14, Haus 12 auf Lageplan, Buslinie: blau)