Nachrichten : Kurz notiert - Neues aus der Freien Universität

Spannende Forschung, Neues aus der Lehre, Ehrungen für Wissenschaftler und Studierende sowie Veranstaltungen, bei denen auch die interessierte Öffentlichkeit willkommen ist. An dieser Stelle erfahren Sie auf einen Blick, was sich auf dem Campus in Dahlem gerade alles tut.

Foto: Imago/McPhoto

MELDUNGEN

Neubau für die Lehrerbildung
Auf dem Campus der Freien Universität Berlin in Dahlem entsteht ein Neubau für die Lehramtsausbildung. Er wird südlich des Gebäudekomplexes für die Geisteswissenschaften, der Rostlaube, auf dem bisherigen Parkplatz an der Habelschwerdter Allee 45 errichtet. In dem Neubau wird auch das Institut für Schulqualität untergebracht werden, das bisher an der Otto-von-Simson-Straße 15, ebenfalls in Dahlem, residierte. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 10,8 Millionen Euro und werden aus dem Investitionsprogramm des Landes „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt“ (SIWANA) getragen. Die Seminar- und Büroräume werden für zusätzliche Lehrveranstaltungen und weiteres Personal für die Ausbildung von künftigen Lehrerinnen und Lehrern benötigt. Gegenwärtig läuft die Vergabe der Planungsleistungen für das Bauprojekt. Die Bauarbeiten sollen Mitte 2019 beginnen. In den Hochschulverträgen für die Jahre 2018 bis 2022 wurde der dringend benötigte Kapazitätsausbau des Lehramtsstudiums festgelegt: Die Fördersumme beläuft sich in der Vertragslaufzeit auf insgesamt rund 70 Millionen Euro.

Universitäten treten im Verbund an
Nun ist es offiziell: Die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin und die Charité – Universitätsmedizin Berlin treten in der „Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder“ im Verbund an. Ende Februar dieses Jahres reichten die drei Universitäten ihre verbindliche Absichtserklärung beim Wissenschaftsrat in Köln ein. Sie verweisen darin auf das einzigartige wissenschaftliche Umfeld, die Vielfalt der Disziplinen in Berlin und unterstreichen die lebendige sowie facettenreiche Kooperationskultur der beteiligten Einrichtungen. In der Förderlinie „Exzellenzcluster“ reichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Partnerinnen insgesamt neun Anträge ein. Diese Forschungsvorhaben hatten es im September 2017 in die Vorauswahlrunde geschafft und waren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Antragstellung aufgefordert worden.

Die Berliner Einrichtungen sehen die Absichtserklärung als konsequente Umsetzung ihrer im Jahr 2016 eingegangenen Zusammenarbeit zur Vorbereitung eines gemeinsamen Antrags für den Wettbewerb. Die Fülle der Fachbereiche in den Geistes-, Sozial-, Natur-, Lebens- und Ingenieurwissenschaften und die Innovationskraft am Standort Berlin sollen die Spitzenforschung fördern und sie international noch sichtbarer machen. Seit mehr als zehn Jahren manifestiert sich eine zunehmend lebendige und facettenreiche Kooperationskultur in der Forschung sowie eine wachsende Zusammenarbeit in Lehre und Nachwuchsförderung.

Online-Archiv zur Okkupation Griechenlands
Von 1941 bis 1944 stand Griechenland unter deutscher Besatzung. Für das griechische Volk war es eine Zeit unvorstellbaren Leids mit noch jahrzehntelangen Auswirkungen: Zehntausende starben an den Folgen der langjährigen Unterernährung, etwa 60 000 griechische Juden wurden deportiert und in deutschen Konzentrationslagern ermordet, 30 000 bis 50 000 Griechen, zumeist Zivilisten, fielen den sogenannten „Vergeltungsmaßnahmen“ der deutschen Besatzer zum Opfer. Ein digitales Archiv will nun mit Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen an die Okkupation Griechenlands durch das nationalsozialistische Deutschland erinnern. Es wurde vom Center für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der Universität Athen aufgebaut, und wird am Montag, 23. April um 15 Uhr, im Beisein des griechischen Botschafters und von zwei Zeitzeugen im Dokumentationszentrum Topografie des Terrors eröffnet.

Das Archiv enthält 90 lebensgeschichtliche Video-Interviews über die Zeit der Okkupation sowie die Lebensumstände in den Jahren davor und die vielfältigen Auswirkungen der Besatzung auf den Alltag der Menschen. Finanziert wurde das Projekt durch das Auswärtige Amt aus Mitteln des „Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds“ sowie der Stavros Niarchos Foundation und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft. Wer an der öffentlichen Veranstaltung im Dokumentationszentrum an der Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin, teilnehmen möchte, wird um Anmeldung gebeten unter: interviewsammlungen@cedis.fu-berlin.de (Betreff „Griechenland“).

Offener Hörsaal startet
Drei öffentliche, kostenfreie Vorlesungsreihen stehen In diesem Sommersemester auf dem Programm des Formats „Offener Hörsaal“ der Freien Universität: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erörtern in den wöchentlich angebotenen Vorträgen Themen aus der Religionswissenschaft, der Romanistik sowie der Englischen Philologie. Um die „Die Macht der Toten: Geschichte, Politik, Literatur“ geht es in einer Reihe, die am 16. April beginnt (montags von 18 bis 20 Uhr, Fabeckstraße 23/25, Raum 1.2009, UG). Am 17. April startet die Reihe „Nobelpreisträgerinnen: 14 Schriftstellerinnen im Porträt“. Der Eröffnungsvortrag befasst sich mit der Schriftstellerin Selma Lagerlöf (dienstags von 18.15 bis 19.45 Uhr, Hörsaal 2, Habelschwerdter Allee 45). Das Institut für Religionswissenschaft der Freien Universität lädt zu der Vorlesungsreihe „Ex-zentrische Religion. Transformationen des Religiösen in Literatur, Philosophie und Kunst“. Beginn ist am 18. April (mittwochs von 18.15 bis 19.45 Uhr, Fabeckstr. 23/25, Seminarräume 2.2058/59). Im Internet: www.fu-berlin.de/sites/offenerhoersaal

Konferenz über öffentliche Emotionen
Öffentliche Emotionen – ob in politischen Reden, Theateraufführungen, Einträgen in sozialen Medien, in Konzerten oder vor Gericht – stehen im Mittelpunkt der 3. Internationalen Tagung des Sonderforschungsbereichs Affective Societies der Freien Universität vom 3. bis 5. Mai. Im Rahmen der englischsprachigen Tagung Public Emotions hält die israelische Soziologin Eva Illouz am 5. Mai um 14 Uhr im Seminarzentrum in der Otto- von-Simson-Straße 26 einen Vortrag zum Thema „Populistische Politik und Emotionen“. Programm und Anmeldung: www.sfb-affective-societies.de

Noch weniger Kohlendioxid
Die Freie Universität Berlin und das Land Berlin haben eine neue und weitreichende Klimaschutzvereinbarung abgeschlossen. Darin verpflichtet sich die Hochschule, ihren Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid bis 2027 um weitere zehn Prozent zu reduzieren. Wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung ist zudem die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in Lehre, Forschung und Wissenstransfer. Schon im Jahr 2011 hatte die Freie Universität als erste Hochschule Berlins eine Klimaschutzvereinbarung mit dem Land getroffen.

Berliner Sommer-Uni über Afrika
Afrika liegt Europa geographisch nahe, und dennoch ist unser Bild von diesem Kontinent oft diffus. Unter dem Titel „Afrika – Herkunft und Schicksal der Menschheit“ möchte die 33. Berliner Sommer-Uni ein differenzierteres Bild vermitteln. Vom 27. August bis 2. September 2018 wird es an der Freien Universität in Vorträgen, Seminaren und Exkursionen unter anderem um den Reichtum an Sprachen und Kulturen, die Nachwirkungen der Kolonialzeit sowie aktuelle wirtschaftliche und politische Entwicklungen gehen. Die Sommer-Uni wird von der Berliner Akademie für weiterbildende Studien e. V. und der Freien Universität veranstaltet. Anmeldungen unter: www.berlinakademie.de

Shakespeare-Tage in Weimar
Die Shakespeare-Tage 2018 finden vom 20. bis 22. April in Weimar statt. Sie widmen sich dem Thema „Flucht – Migration – Exil“. Den Festvortrag am Sonntag, 22. April, 11 Uhr, im Audimax der Bauhaus-Universität Weimar hält Harvardprofessor Homi Bhabha. Präsidentin der 1864 in Weimar gegründeten Deutschen Shakespeare-Gesellschaft ist Claudia Olk, Literaturprofessorin an der Freien Universität.

Noch freie Plätze beim "Girls' Day"
Die Freie Universität beteiligt sich wieder am bundesweiten Girls’ Day, der am 26. April stattfindet. Er richtet sich an Schülerinnen der 5. bis 10. Klasse. Auf dem Programm stehen Workshops in nahezu allen Fächern sowie im Rechenzentrum der Freien Universität. Anmeldeschluss ist der 24. April, 13 Uhr. Registrierung und mehr Informationen: www.girlsday.fu-berlin.de

In die Laufschuhe, fertig, los!
Am 1. Juli startet der vierte Campus Run der Freien Universität. Teilnehmen dürfen Angehörige der Freien Universität, aber auch alle, die nicht an der Hochschule arbeiten oder studieren. Für Kinder geht es über 1100 Meter, Jugendliche und Erwachsene können für eine Zehn-Kilometer-Strecke an den Start gehen. Auch eine mittlere Distanz von fünf Kilometern wird angeboten – zum Laufen und Walken. Anmeldeschluss ist der 24. Juni 2018; ein Frühbuchungsrabatt gilt bis 13. Mai 2018. Mehr Infos hier.

Sinngarten für das Klinikum Benjamin Franklin
Natur zu erleben tut gut – aber nicht jeder, der im Krankenhaus liegt, hat auch die Möglichkeit, ein Stück Natur zu genießen. Das Klinikum auf dem Campus Benjamin Franklin der Charité verfügt zwar über geräumige Innenhöfe, jedoch sind diese bisher für die Patientinnen und Patienten nicht zugänglich. Oliver Peters, Oberarzt und Leiter der Altersmedizin innerhalb der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, hat deshalb einen Wettbewerb initiiert. Studierende der Landschaftsarchitektur im dritten Semester an der Beuth-Hochschule für Technik Berlin erarbeiteten Konzepte: Wie kann aus den Innenhöfen ein Erholungsort werden für Mitarbeiter, Besucher, vor allem aber für Patienten?

Anfang Februar stellten 13 angehende Landschaftsarchitekten einem Gremium aus Experten und Laien ihre Ideen vor. Eine fünfköpfige Jury urteilte anhand verschiedener Kriterien: Barrierefrei, sicher und altersgerecht sollte der Innenhof sein und sowohl Möglichkeiten zur Erholung als auch zur Betätigung bieten. Auch den Denkmalschutz und die Umsetzbarkeit galt es zu berücksichtigen. Für die besten Konzepte waren attraktive Preise ausgelobt.

Den ersten Platz erzielte der Vorschlag „Sinngarten“ von Leo Allan Slametschka. Der Garten in seinem Entwurf spricht viele Sinne an: In der Mitte des Hofes plätschern drei Fontänen in einem Teich, während ringsherum Pflanzen in verschiedenen Farben blühen, etwa Rhododendron, Holunder und Mahonien. Eine Clematis mit weißen Blüten rankt sich am Gitter einer Pergola empor und spendet Schatten. Lavendel, Zitrone und Duftgeranie sprechen den Geruchssinn an, während sich Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren auch schmecken lassen. Eine Ecke mit Hochbeeten ermöglicht eigenes Gärtnern für Patienten der Tageskliniken.

Wer sich selbst von der studentischen Kreativität überzeugen will, kann dies im Haus V des Campus Benjamin Franklin tun: Vor dem Hörsaal Ost sind in einer Galerie die Entwürfe zu den Konzepten ausgestellt. Um eine Umsetzung des Siegerentwurfes zu ermöglichen, bitten die Initiatoren des Wettbewerbes um Spenden, welche unter Angabe des Kennwortes „Sinngarten“ unter folgender Kontoverbindung möglich sind: Charité Berlin; IBAN: DE68 1007 0000 0592 9799 00; BIC: DEUTDEBBXXX

Reihe zu Akademischer Freiheit
Veritas, Iustitia, Libertas – Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit – lauten die Gründungsprinzipien der Freien Universität Berlin. Aus Anlass ihres 70. Geburtstages in diesem Jahr lädt die Hochschule zu einer Veranstaltungsreihe ein, die sich vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und politischer Debatten mit diesen Prinzipien beschäftigt.

Die Reihe startet am 16. Mai 2018, 18 Uhr (c.t.) mit einem Abend zum Thema „Märtyrer, Migranten, Medien: Eine kleine Geschichte der akademischen Freiheit“. Anita Traninger, Professorin für Romanische Philologie an der Freien Universität, und Georg Krücken, Direktor des International Center for Higher Education Research und Professor an der Universität Kassel, skizzieren die geschichtliche Entwicklung akademischer Freiheit und diskutieren aktuelle Herausforderungen. Was bedeutet das Leitmotiv „Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit“ heute für eine Universität? Welche institutionellen Vorkehrungen müssen getroffen werden, um akademische Freiheit zu bewahren? Und wie stellt man sich globalen Aufgaben, ohne dabei missionarisch zu wirken?

Um „Global Perspectives on Academic Freedom“ geht es bei einer englischsprachigen Veranstaltung am 6. Juni 2018, 18 Uhr (c.t.). Sari Hanafi von der American University of Beirut im Libanon, Amit Prakash von der Jawarharlal Nehru University in Indien und Joanna Williams von der University of Kent in Großbritannien diskutieren unter anderem darüber, wie sich akademische Freiheit im Nahen Osten, in Indien und Europa historisch entwickelt hat und wie Universitäten ihre Autonomie auch unter schwierigen politischen Bedingungen bewahren können.

Am 28. Juni, 16 Uhr (c. t.) wird Joybrato Mukherjee über die Grenzen der Internationalisierung sprechen. Der Anglist ist Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen und seit 2012 Vizepräsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. In seinem englischsprachigen Vortrag „The Limits of Internationalization“ wird sich Mukherjee unter anderem der Frage widmen, was Universitäten tun können, wenn die Freiheit von Lehre und Forschung an einer ihrer Partnerhochschulen im Ausland bedroht ist. Alle drei Veranstaltungen finden in der Silberlaube, Hörsaal 1 a, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin statt. Anschließend gibt es jeweils einen Empfang.

Ringvorlesung zu Krieg und Gewalt
Kriegerische Konflikte gehören zu den universellen historischen Phänomenen – in einer Ringvorlesung des Exzellenzclusters Topoi und des Berliner Antike-Kollegs werden im Sommersemester an der Freien Universität exemplarisch aktuelle Forschungen zu Krieg und Konflikt vom Altertum bis zur Gegenwart vorgestellt. Schlachtfeldarchäologie ist dabei ebenso Thema wie die Erzählungen vom Krieg in der römischen und griechischen Literatur oder Kriegsmonumente im antiken Mesopotamien. Vertreter der Neurowissenschaften, der Ethnologie und der Soziologie berichten über neueste Erkenntnisse zu den Grundlagen organisierter Gewalt zwischen Menschen.

Die Reihe beginnt am Mittwoch, den 25. April 2018 um 18 Uhr mit einem Vortrag von Michael Meyer, Professor für Prähistorische Archäologie an der Freien Universität, über das germanisch-römische Schlachtfeld am Harzhorn. Die wöchentliche Veranstaltung läuft bis zum 11. Juli, sie ist öffentlich, der Eintritt frei. Nähere Informationen hier.

Science Slammer gesucht!
Die Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung ist eine große gesellschaftliche Aufgabe. Zu zahlreich sind die globalen Herausforderungen wie der Schutz des Klimas, die Überfischung der Meere oder die Ernährung einer steigenden Weltbevölkerung. Universitäten nehmen bei der Lösung dieser Probleme eine Schlüsselrolle ein – mit und als Teil der Gesellschaft.
Zum Auftakt der fünften Hochschultage „Nachhaltigkeit und Klimaschutz“ vom 18. bis 22. Juni 2018 an der Freien Universität Berlin sind deshalb alle Studierenden und Promovierenden der Berliner Hochschulen zu einem Science Slam eingeladen. Unter dem Motto „Slam your Future“ erhalten sechs Slammerinen und Slammer die Chance, ihre Hausarbeiten, Forschungsfragen, Projekte und Ideen zum Querschnittsthema Nachhaltigkeit vorzustellen. Das geballte Wissen muss in zehn Minuten und dazu noch kurzweilig und für alle verständlich präsentiert werden. Erlaubt ist alles, was den Vortrag anschaulich und lebendig macht, etwa Requisiten, Spiel, Live-Experimente, Musik, Film oder Entertainment. Und die Zuschauer entscheiden, wer die beste Performance geboten hat. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält eine Kinokarte, die ein halbes Jahr freien Eintritt in alle Filmsäle der Yorck-Kino-Gruppe garantiert.

Zur Vorbereitung auf den Wettbewerb werden die sechs ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber außerdem am 12. und 13. Juni zu einem gebührenfreien Qualifizierungsworkshop eingeladen. Die Science-Slam-Expertin Julia Offe, die dieses Präsentationsformat in Deutschland bekannt gemacht hat, wird die Kandidatinnen und Kandidaten auf die Herausforderung auf der Bühne vorbereiten und coachen. Wer mitmachen möchte, schickt seinen Themenvorschlag für den Slam bitte bis zum 12. Mai 2018 an die E-Mail-Adresse: sustain-it@fu-berlin.de. Der Slam findet statt am 18. Juni von 17 bis 20 Uhr in der Silberlaube, Hörsaal 1b, Otto-von-Simson-Straße 26, 14195 Berlin.


Antibiotika-Resistenzen vorhersagen
Wann und wie eine Resistenz gegen Antibiotika eintritt, ist bisher schwierig zu prognostizieren. Einem deutsch- schweizerischen Wissenschaftlerteam ist es nun gelungen, eine mathematische Methode zur Vorhersage von Resistenzen gegen Antibiotika und Arzneimitteln zu entwickeln. Das Verfahren kann auf verschiedenste Antibiotika angewandt werden, die dafür benötigten Daten können für jeden dieser Wirkstoffe leicht erhoben werden. Die Forscherinnen und Forscher um Professor Jens Rolff vom Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie der Freien Universität und Professor Roland Regoes von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich erhoffen sich damit eine weitere Möglichkeit zur nachhaltigen Planung von Antibiotika-Therapien und Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen Bakterien. Die Studie ist in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Proceedings of the Royal Society erschienen.

4,3 Millionen für Start-ups
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und der Europäische Sozialfonds fördern das erfolgreiche Berliner Startup-Stipendium an den drei großen Berliner Universitäten und der Charité mit weiteren 4,3 Millionen Euro. Im Rahmen des Programms „University Startup Factory“ werden von April 2018 bis Ende 2019 Gründungsvorhaben mit technologiebasierten Geschäftsideen unterstützt.

Um Mittel bewerben können sich Gründungsinteressierte, die ihre Prototypen weiterentwickeln und auf den Markt bringen wollen. Pro Team können zwei bis vier Stipendien von je 2000 Euro monatlich über eine Laufzeit von sechs Monaten vergeben werden; eine Verlängerung um sechs Monate ist möglich. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten müssen sich in Vollzeit ihrem Start-up widmen und ihren Wohnsitz in Berlin haben. Bewerbungen für die erste Auswahlrunde können bis zum 30. April 2018 bei den Technologietransfer-Stellen der beteiligten Einrichtungen eingereicht werden.

Viktoriahaus öffnet im Juni
Nach zwölf Jahren bekommt die Hauptstadt die beliebte Riesenseerose Victoria zurück – zusammen mit Hunderten von weiteren tropischen Sumpf- und Wasserpflanzen wird sie ab Juni wieder im Herzen der Gewächshausanlage des Botanischen Gartens der Freien Universität Berlin zu sehen sein.

Das mehr als 100 Jahre alte Victoriahaus ist seit jeher ein Publikumsmagnet. Mit über 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 85 Prozent gehört es zu den faszinierendsten Schaugewächshäusern des Gartens. Es zeigt die vermutlich größte Sammlung tropischer Wasserpflanzen in Mitteleuropa und ist eine der wichtigsten weltweit. Zuletzt war das historische Gewächshaus so baufällig, dass es 2006 geschlossen werden musste. Im Jahr 2013 begann die denkmalschutzgerechte und energetische Grundsanierung. Ermöglicht wurde sie mit Mitteln des Landes Berlin, Fördermitteln aus dem Umweltentlastungsprogramm II sowie Eigenmitteln der Freien Universität Berlin.

Wenn das Victoriahaus nun im Juni wieder öffnet, lohnt sich ein Besuch ganz besonders: Am ersten Wochenende (16. und 17. Juni) gilt für den Eintritt der „Ein- Euro-Victoriatarif“. Und auch in den Folgemonaten stehen „Victorianächte“, eine Sonderausstellung im Botanischen Museum, Vorträge, Konzerte und mehr auf dem Programm, um die Rückkehr der tropischen Sumpf- und Wasserpflanzen zu feiern. Mehr im Internet: www.victoriahaus-berlin.de

Neue Sicht auf die alte Welt
Der in der Exzellenzinitiative ausgezeichnete altertumswissenschaftliche Forschungsverbund Topoi lädt anlässlich seines zehnjährigen Bestehens zu einer Tagung am 19. April in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin. Die Forscherinnen und Forscher geben in Kurzvorträgen und an interaktiven Stationen Einblicke in ihre Arbeit. Die Themen reichen von der astronomischen Berechnung der Bewegung der Gestirne im alten Babylon über die Nutzung des Wollschafes bis hin zur städtischen Badekultur in Pompeji. Die Veranstaltung (von 9 bis 18 Uhr) ist öffentlich, der Eintritt frei. Anmeldung wird erbeten unter der E-Mail-Adresse: anmeldung@topoi.org. Mehr hier.


0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben