Gesundheit : Eltern für einheitlichere Schule

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Die meisten Eltern in Deutschland wünschen sich mehr Einheitlichkeit in den Schulsystemen der Länder. Das ergab eine am Dienstag in München veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag des Magazins „Focus“ und des Softwareherstellers Microsoft. Bei der „Bildungsstudie 2007“ votierten 85,6 Prozent der Eltern für einheitliche Rahmenbedingungen im Schulwesen. Dies wird auch von 82,9 Prozent der Personalverantwortlichen in der Wirtschaft und 74,8 Prozent der Lehrer befürwortet. Die unterschiedlichen Schulsysteme in den Bundesländern behinderten die Mobilität.

Für die Studie wurden 600 Lehrer, über 800 Eltern und 400 Personalverantwortliche aus Unternehmen zu ihrer Meinung über das deutsche Schulwesen befragt. Danach sind nur zwölf Prozent der Personalchefs zufrieden mit der Berufsvorbereitung durch die Schule. Die Mehrheit vermisst bei den Schulabgängern eine gute Allgemeinbildung, wirtschaftliches Grundwissen und ausreichende Kenntnisse in Deutsch und Mathematik. Darüber hinaus bemängelt ein Viertel der Personalchefs das Fehlen sozialer Kompetenzen wie Verlässlichkeit, Selbstständigkeit und Hilfsbereitschaft.

Die meisten Lehrer sehen ihre Aufgabe hingegen nicht darin, „vor allem berufsvorbereitendes Wissen zu vermitteln“. Nur neun Prozent stimmten dieser Aussage zu. Nur sechs Prozent sind gleichzeitig der Auffassung, ihre Schule mache die Schüler fit für die weitere berufliche Ausbildung. 38 Prozent sehen es als vorrangige Aufgabe der Schule an, ein breites Allgemeinwissen zu vermitteln. Tsp

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