Gesundheit : Moderne Altphilologin

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Als die Gräzistin Gyburg Radke (31) vor einem Jahr den mit 1,5 Millionen Euro dotierten Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhielt, wurde sie als Shooting-Star der Geisteswissenschaften gefeiert. Die Juroren lobten ihren fächerübergreifenden Ansatz: Sie stellt klassische Texte – unter anderem von Homer oder Euripides – in größere kulturgeschichtliche Zusammenhänge und interpretiert sie mit modernen literaturwissenschaftlichen Methoden. Radke studierte in Marburg und Heidelberg Klassische Philologie und Archäologie, habilitierte sich 2003 mit einer Arbeit über den antiken Platonunterricht, war dann Stipendiatin in Harvard und vertritt derzeit einen Lehrstuhl für Klassische Philologie in Heidelberg. -ry