Fashion Week in Berlin : Alles wieder auf Anfang

Die Fashion Week startet am Montag.

Viel Beton. Viel los auf dem Laufsteg.
Viel Beton. Viel los auf dem Laufsteg.Foto: promo

Mode verlangt Veränderung und gute Gefühle, an beidem hat es bei der letzten Fashion Week im Juli gefehlt – zu viel Beliebiges, zu wenig Neues. Dem tragen die Veranstalter der Messen und Modenschauen dieses Mal Rechnung, sie wollen von 13. bis 16. Januar zeigen, dass Berlin weiterhin ein wichtiger Standort für Mode ist.

Allen voran tut das Jörg Wichmann, Chef der Messe Panorama. Bisher fand die Messe für Marken des mittleren Genres auf dem Gelände der Berliner Messe statt. Doch nicht nur, dass vielen Besuchern und Ausstellern das angestaubte Flair der 80er Jahre missfiel, im Januar 2019 musste sich die Panorama den Platz auch noch mit der Grünen Messe teilen. Auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof versucht Jörg Wichmann nun einen Neuanfang. Er bespielt nicht nur zwei Hangars, sondern lässt auf dem Vorfeld auch rund 50 mobile, verglaste Boxen aufstellen. Dort sollen Marken besondere Kollektionen zeigen – mehr dazu gibt es auch im gedruckten Tagesspiegel auf den täglichen Modeseiten.

Auch die nachhaltige Messe Neonyt zieht auf den Flughafen, in den Hangar 4. Damit geht der Wunsch nach mehr Konzentration, den viele Besucher im Sommer auf der Fashion Week äußerten, teilweise in Erfüllung. Die größte Berliner Messe Premium aber bleibt an ihrem angestammten Platz am Gleisdreieck. Auch deren Chefin, Anita Tillmann, hat ausgemistet und sich von einigen Marken getrennt (hier geht es zum Interview).

Im Kraftwerk findet dieses Mal die Mercedes-Benz-Fashion-Week mit einem deutlich übersichtlicheren Schauenkalender als noch vor ein paar Jahren statt, 14 Designer und Designerinnen zeigen ihre Kollektion für Herbst/Winter 2020. Dazu kommen am Montagabend drei Designer und eine Designerin aus Südafrika, die von Mercedes Benz eingeladen wurden. Anschließend werden die Entwürfe für zwei Tage im Foyer des Kraftwerks ausgestellt, ebenso wie die Outfits von sechs Berliner Labels, die vom Berliner Senat gefördert werden. Unter ihnen sind Vladimir Karaleev, Brachmann, Isabel Vollrath und Julia Leifert.

Ansonsten ist die Berliner Beteiligung bei den Schauen eher zurückhaltend, gerade mal zehn Labels zeigen ihre Kollektion in dieser Woche. Darunter dürften aber ein paar Highlights sein: Schauen von William Fan, Lou de Bètoly und Marina Hoermanseder, neu dabei ist das Kollektiv Last Heirs, die sich sonst in Los Angeles präsentieren.

Und der alte Haudegen Wolfgang Joop lässt es dieses Mal richtig krachen. Er beendet nicht nur am Mittwochabend die Schauen im Kraftwerk mit seiner neu ausgerichteten Linie Looks by Wolfgang Joop, sondern feiert auch im KaDeWe die zweite gemeinsame Kollektion mit dem Hemdenhersteller van Laack.

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