• Creative Bureaucracy Festival: Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, beim „Creative Bureaucracy Festival“ 2019: „Prozesse neu denken“

Creative Bureaucracy Festival : Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, beim „Creative Bureaucracy Festival“ 2019: „Prozesse neu denken“

Während der Auftaktveranstaltung des „Creative Bureaucracy Festivals“, das am heutigen Freitag, den 20. September 2019, zum zweiten Mal in der Humboldt-Universität zu Berlin stattfand, erklärte Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg:

„Digitale Prozesse sind für die Verwaltung eine große Chance, Abläufe neu zu denken, zu vernetzen und zu vereinfachen. Ausgangspunkt hierfür sollten die Kunden sein, also die Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen oder Vereine. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Hamburger Projekt ‚Kinderleicht zum Kindergeld‘: Mit nur einem Formular wird alles geregelt, von der Geburtsanzeige über die Beantragung der Geburtsurkunde bis hin zum Kindergeldantrag. Das ist eine echte Entlastung für die Eltern und bedeutet weniger Aufwand für Behörden, weil der Informationsaustausch automatisiert erfolgen kann. Das Creative Bureaucracy Festival kann für diese Art der kreativen Verwaltungsmodernisierung neue Impulse setzen.“

Prof. Dr. Ing. Sabine Kunst, Präsidentin, Humboldt-Universität zu Berlin, betonte in ihrem Impuls: „Die Humboldt-Universität fördert aktiv innovative Lösungen in der Verwaltung. Wir bieten Vordenkerinnen und Vordenkern Raum, um ihre kreativen Projekte zu präsentieren, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Das Creative Bureaucracy Festival ist dafür eine hervorragende Plattform und wir wollen gern dazu beitragen, dass sie sich weiter etabliert.“

„Wir möchten die komplette Verwaltung digitalisieren“, erklärte Klaus Vitt, Staatssekretär und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Festivals. Vitt zeigte sich optimistisch, dass mithilfe des sogenannten Online-Zugangsgesetzes, an dem Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen arbeiten, bis 2022 575 verschiedene Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger online abrufbar sein werden. Schon jetzt zeige die föderale Zusammenarbeit der 30 zuständigen Digitalisierungslabore erste positive Ergebnisse.

Im Gespräch mit dem Journalisten und ZDF-Moderator Marcus Niehaves sowie Tagesspiegel-Herausgeber Sebastian Turner und dem Stadtforscher und Festivalpräsidenten Charles Landry diskutierten die drei Gäste Wege zur kreativen Bürokratie und welche Modellbeispiele es schon jetzt gibt.

Mit über 2.000 angemeldeten Besuchern ist das „Creative Bureaucracy Festival“, initiiert vom Tagesspiegel, dem Stadtforscher Charles Landry („The Creative Bureaucracy“) und weiteren Partnern, der größte Verwaltungskongress Deutschlands.

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