• Tagesspiegel Data Debates: Linus Steinmetz von Fridays for Future: „Blockchain ist aus Klimaperspektive eine Katastrophe“

Tagesspiegel Data Debates : Linus Steinmetz von Fridays for Future: „Blockchain ist aus Klimaperspektive eine Katastrophe“

Linus Steinmetz, Sprecher und Aktivist, Fridays for Future, hob bei der vierzehnten „Tagesspiegel Data Debate“ zum Thema „Klimakiller oder Klimaretter – Wie nachhaltig ist die Digitalisierung?“ am 24. Oktober 2019 die negativen Auswirkungen digitaler Währungen auf das Klima hervor.

Das System sei das Gegenteil von effizient und funktioniere von Grund auf nicht ressourcenschonend. Obwohl auch Steinmetz anerkennt, dass durch Techniken wie Künstlicher Intelligenz der Energieverbrauch im Allgemeinen reduziert werden könne – teilweise sei KI sogar deutlich effizienter als das menschliche Handeln – fordert er stärkeren Druck auf Digitalwirtschaft und Unternehmen durch die Politik. Individueller Verzicht könne nicht die Lösung sein, den Klimawandel in den Griff zu bekommen, es brauche stattdessen ordnungsrechtliche Mittel.

Dieser Position entgegnete Valentina Daiber, Vorstand Recht und Corporate Affairs, Telefónica Deutschland, anhand konkreter Beispiele. Freiwillige Verpflichtungen von Unternehmen schaffen einen klaren Wettbewerbsdruck, der letztendlich mehr bewirke als eine strikte Regulierung durch die Politik, sagte Daiber. So habe Telefónica bereits 2016 festgelegt, den eigenen Energieverbrauch bis 2020 um 40 Prozent zu senken und dieses Ziel schon 2018 nicht nur erreicht, sondern mit 48 Prozent sogar überschritten. Jedes Unternehmen habe die Möglichkeit, effizienter zu werden, sei es im Papierverbrauch oder durch die Nutzung von Videokonferenzen für Meetings anstelle von Dienstreisen. Allein durch die Verkleinerung von Sim-Karten-Trägern habe Telefónica zuletzt 17 Tonnen Plastik pro Jahr einsparen können.

David Nelles, Buchautor von „Kleine Gase – Große Wirkung: Der Klimawandel“, betonte im Rahmen der Diskussion, dass die Energiewende nicht ohne die Digitalisierung funktionieren könne und daher regenerative Energien als Grundlage für digitale Technik an erster Stelle stehen müsse. Digitalisierung schaffe Transparenz und gebe Impulse, durch die smarte Regulierung von Energieverbrauch und -produktion gerade erst möglich werde – sei es im Straßenverkehr durch gezielte Ampelschaltung oder durch Berücksichtigung von Wettervorhersagen für die Stromerzeugung durch Solarzellen oder Windräder.

Im Gespräch mit Moderator Jakob Schlandt, Leiter Tagesspiegel Background Energie & Klima, diskutierte bei der 14. Ausgabe der Tagesspiegel Data Debate außerdem Martin Wimmer, Chief Digital Officer, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

Zur Reihe
„Tagesspiegel Data Debates“ finden regelmäßig statt und diskutieren die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft. Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion und Kultur debattieren über das Potential des Datenschatzes und die Anforderungen an den Datenschutz. „Tagesspiegel Data Debates“ werden unterstützt von unserem Initiating Partner Telefónica Deutschland. Alle Informationen finden Sie unter: www.datadebates.de.

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