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Beschimpft und hängengelassen : Wie Deutsche im Ausland verzweifelt versuchen, nach Hause zu kommen

Airlines, die nicht reagieren, Konsulate, die nicht erreichbar sind und Automaten, die kein Geld mehr geben: Hier schildern deutsche Reisende, was sie erleben.

Lennart Kluge auf einer Insel in Südthailand. Der Rückflug wurde gecancelt, das Konsulat reagiert nicht.
Lennart Kluge auf einer Insel in Südthailand. Der Rückflug wurde gecancelt, das Konsulat reagiert nicht.Foto: privat

Nach Angaben des Auswärtigen Amts holt die Bundesregierung jeden Tag etwa 10.000 Deutsche aus dem Ausland zurück. Das kostet Millionen. Doch nicht jeder findet den Weg nach Hause: Schätzungen der Bundesregierung zufolge saßen etwa 200.000 Reisende fest, mehr als die Hälfte ist mittlerweile zurück.

Wolfgang Beyer aus Berlin-Moabit, 67, arbeitet als Pfleger an der Charité und ist gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin in Goa in Westindien gestrandet.

Der Strand ist nur fünf Minuten von unserer Unterkunft entfernt, für uns ist er aber seit Tagen unerreichbar. In Indien gilt eine strikte Ausgangssperre, wir haben von Nachbarn gehört, dass Polizisten mit Stöcken auf Menschen einschlagen, wenn sie jemanden am Strand erwischen.  Also haben wir das Gelände der Yogaschule, in der wir wohnen, seit Montag nicht mehr verlassen.

Wir wollten hier knapp einen Monat lang einen Yoga-Intensivkurs machen, unser Rückflug war für den 1. April geplant. Der wurde jetzt gestrichen und wir wissen nicht, wann und wie wir hier weg kommen.

Wolfgang Beyer und seine Lebensgefährtin sind von Palmen umgeben, können aber nicht vor die Tür gehen.
Wolfgang Beyer und seine Lebensgefährtin sind von Palmen umgeben, können aber nicht vor die Tür gehen.Foto: privat

Heute früh habe ich mit dem deutsche Generalkonsulat in Mumbai telefoniert, danach ging es mir emotional sehr, sehr schlecht. Ich hatte Panikstimmung. Der Konsulatsmitarbeiter hat mir gesagt, wir müssten uns selbst einen Taxitransfer zum Flughafen organisieren, sofern es einen Flug nach Deutschland gibt.

Das erscheint mit aber unmöglich: Die Besitzerin der Yogaschule hat für uns herumtelefoniert, alle Taxi-Unternehmen weigern sich, Touristen zu fahren, weil sie sie die berechtige Befürchtung haben, von der Polizei angehalten und mit hohen Strafen belegt zu werden.

Wir haben vom Generalkonsulat per Mail einen Passagierschein bekommen, unterzeichnet vom deutschen Botschafter in Delhi. Aber ob uns der Schein etwas nützt, weiß ich nicht. Uns wurde jedenfalls gesagt, wir sollen auf gepackten Koffern sitzen.

Ich kann den Leuten im Generalkonsulat keinen Vorwurf machen. Es ist ja schon schwer, überhaupt eine Telefonverbindung mit denen hinzubekommen. Aber wenn es mal klappt, fühle ich mich durchaus angenommen.

Die Umstände insgesamt sind für mich emotional aber natürlich sehr zehrend. Ohne das Engagement der Leiterin der Yogaschule wären wir hier aufgeschmissen, da kann ich nur Positives berichten. Sie hat uns mit Lebensmitteln versorgt, wir kochen gemeinsam mit den anderen beiden Touristen, die noch hier sind: ein Mann aus Großbritannien und eine Frau aus der Schweiz.

Richard, das ist der Brite, hat vorhin gesagt, wir müssen das Essen ein bisschen rationieren, vor allem die frischen Lebensmittel, die sind nicht mehr zu bekommen. Wir kochen einfache Sachen: Reis, Nudeln, Kartoffeln. Die Schweizerin hat sich auch bei ihrer Botschaft registrieren lassen. Ihr Stand ist, dass sie noch warten muss, weil die Schweiz sich erst einmal mit der Repatriierung aus anderen Ländern befasst. Der Brite scheint es nicht so eilig zu haben, hier wegzukommen.

Um 16 Uhr: Endlich eine positive Nachricht

Wir verbringen viel Zeit auf der Dachterrasse der Yogaschule, von hier sieht man eine Hügelkette und  einen kleinen Fluss. Es ist alles sehr grün, Palmen und Kokoshaine, dazwischen Häuser. Zu 95 Prozent ist alles ausgestorben, ab und zu kommt ein Auto oder ein Motorroller vorbei, ansonsten ist niemand unterwegs.

Wie es auf der Hauptstraße aussieht, kann ich nicht sagen. Jetzt am Nachmittag sind es mehr als 30 Grad, ich schwitze kräftig.

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'Vollständige Ausgangssperre' für alle 1,3 Milliarden Inder
'Vollständige Ausgangssperre' für alle 1,3 Milliarden Inder

Hier im Touristenort Arambol gibt es noch viele Deutsche, das weiß ich aus sozialen Netzwerken. Um 16 Uhr habe ich die Mitteilung des Konsulats bekommen, die mich wieder etwas positiver gestimmt hat: Man will jetzt wohl versuchen, einen eigenen Transport auf die Beine zu stellen, womöglich mit Bussen. Das erscheint mir – so weit ich das überblicken kann – als beste Möglichkeit. Und auch als einzige.

"Das Konsulat ist nicht erreichbar"

Lennart Kluge, 29 Jahre alt, studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin und ist zurzeit mit zwei Freunden auf Kho Phi Phi, Südthailand.

Wir sind jetzt etwas über zwei Wochen hier, und bis vor kurzem war alles ganz normal. Vor vier Tagen wurden allerdings die Bars, Cafés, Diskotheken dichtgemacht, da sind sie auch sehr rigoros, es gibt keine Ausnahmen.

Vor zehn Tagen haben wir versucht, uns auf der Seite des Auswärtigen Amtes zu registrieren. Es gibt dort ein Online-Formular für Deutsche im Ausland.

Jeder wird gescreent

Leider konnten wir unsere Registrierung nicht mehr abschließen. Das war schon komisch, die Seite ist abgestürzt und seitdem auch nicht mehr erreichbar.

Wir haben dem deutschen Konsulat in Bangkok eine Mail geschickt, aber außer einer automatischen Antwort, dass unsere Nachricht eingegangen sei, haben wir von dort nichts mehr gehört.

Wegen des Rückgangs an Touristen sind die Preise natürlich im Keller und alle versuchen, sich mit Rabatten zu überbieten, wollen die verbliebenen Gäste noch für eine Bootstour oder so gewinnen. Aber egal, was man nimmt, ein Boot oder den Bus, da wird jetzt jeder gescreent.

Sie messen die Temperatur und schauen einem in die Augen, ob man gesund ist. Auch das wird sehr strikt gehandhabt.

Die Familie drängt: brecht die Reise ab

Natürlich hatten wir unter uns dreien diskutiert, ob wir die Reise abbrechen sollen. Freunde und Familie daheim machen sich Sorgen und haben uns dringend dazu geraten, aber das ist unser einziger Urlaub, vielleicht für längere Zeit.

Quirin Dilling und Simon Büscher werden in Ecuador auf der Straße angegangen.
Quirin Dilling und Simon Büscher werden in Ecuador auf der Straße angegangen.Foto: privat

Wir erleben hier beides, solche, die sagen, ich bleibe hier und ziehe das durch, mache meinen Zwei-Monats-Trip wie geplant. Und solche, die sofort nach Hause wollen.

Das ist aber gar nicht mehr so einfach. Unser Rückflug sollte am 27. März mit Turkish Airways gehen, der ist gecancelt. Über die Türkei geht gar nichts mehr.

Wir haben dann geguckt, was noch möglich ist. Lufthansa und Thai Airways waren für unseren Etat utopisch, da hätten wir mehr als 1.000 Euro hinlegen müssen. Andere sind mit Emirates geflogen und stecken – man versucht ja, mit anderen Reisenden in Kontakt zu bleiben – jetzt in Dubai in Quarantäne fest.

Turkish Airlines reagiert nicht

Die Airline Turkish Airways ist nicht mehr erreichbar. Ein anderer Inlandsflug nach Bangkok wurde mehrfach verschoben, hat schließlich aber geklappt. Es war höchste Zeit, inzwischen ist der Fährverkehr auf die Insel eingestellt. Ich weiß nicht, wie wir dann zum Flughafen in Krabi gekommen wären.

Vor dem Check-in wurde bei uns Fieber gemessen. In dem Hotel, das wir für Bangkok gesucht hatten, haben sie uns nicht aufgenommen, das wurde gerade desinfiziert. Ein anderes ließ uns nach nochmaligem Fiebermessen rein.

Viel machen kann man draußen nicht mehr. Alles ist geschlossen. Ich habe den Eindruck, dass überwiegend Ausländer unterwegs sind. Alle tragen Masken.

Wir warten jetzt auf einen Rückflug mit Finnair, der soll am Freitag gehen. Die haben gerade angerufen, ob wir auch kommen. Das werten wir als gutes Zeichen.

Protokoll: Andreas Austilat

"Die Regierung hat viel entschlossener gehandelt als in Deutschland"

Quirin Dilling und Simon Büscher konnten in Ecuador nicht mal mehr Geld abheben.

Wir sind am 15. Januar nach Ecuador geflogen, um bei einem Architekturprojekt von zwei Freundinnen in einem kleinen Dorf an der Küste zu helfen. Mitte Februar wurden wir dort das erste Mal auf das Coronavirus angesprochen. Eine Seniorin fragte immer wieder, ob wir uns angesteckt hätten.

In den darauffolgenden Wochen sind wir als Europäer immer häufiger auf das Virus angesprochen worden. Schlag auf Schlag ging es aber erst ab dem 13. März – ein Freitag. Wir waren zu diesem Zeitpunkt auf einer Finca in Puyo, einer Provinzhauptstadt am Rande des Amazonasbeckens.

Im Bus herrscht Stille. Ein Mann betet

Die Nachrichten aus Deutschland überschlugen sich und auch in Ecuador, wo es zu diesem Zeitpunkt nur eine Handvoll Coronafälle gab, wurden plötzlich drastische Maßnahmen ergriffen. Innerhalb von 24 Stunden wurden Provinzgrenzen geschlossen und das Bussystem, die Lebensader Ecuadors, eingestellt.

Die Regierung hat viel entschlossener gehandelt als in Deutschland. Das Bewusstsein für die Gefahr scheint in der Gesellschaft ausgeprägter zu sein. Wir sind mit dem letzten Bus weggekommen.

Als wir einstiegen herrschte Stille, der Mann neben uns betete die ganze Fahrt, die anderen Gäste – die meisten mit Mundschutz – beäugten uns sehr misstrauisch.

Auf gut Glück sind wir direkt zum Flughafen, aber der war schon abgeriegelt. Man kam an keinen Schalter, telefonisch oder per Mail war sowieso niemand erreichbar.

Unseren Rückflug hatte Iberia einfach gestrichen, dazu nur ein Dreizeiler mit der Aussicht auf einen Gutschein. Mehr Infos gab es nicht.

Wir haben uns dann in Quito in einem Hostel eingemietet, in dem hauptsächlich Flüchtlinge aus Venezuela wohnten. Die Menschen strahlten aber Herzlichkeit und Zuversicht aus – das war beeindruckend.

Adax Dörsam 2019 auf dem Heck der MS Artania. Über sein Leben und die Musik hat Dörsam zwei Bücher geschrieben: "Saitenweise Biografische Notizen" und "Kammalasse", erschienen bei Waldkirch KG.
Adax Dörsam 2019 auf dem Heck der MS Artania. Über sein Leben und die Musik hat Dörsam zwei Bücher geschrieben: "Saitenweise...Foto: Adax Dörsam

Kreditkartenkopien per Whatsapp

Die Botschaft hat ewig gebraucht, um Informationen zu verbreiten. Persönliche Ansprechpartner bekamen wir nicht bei der Botschaft, sondern erst vom Konsulat in Guayaquil. Den Tipp gaben uns Freunde.

Die Kommunikation mit dem Konsulat war sehr dubios, immer via Whatsapp. Auch das Reisebüro, an das wir vermittelt wurden, wollte Kopien von Reisepass und Kreditkarten aufs Handy. Kein schönes Gefühl, aber für uns der Notanker.

Schließlich konnten wir einen Flug mit KLM nach Amsterdam buchen – für 1.700 Euro pro Person. Die nächsten fünf Tage bestanden hauptsächlich aus Warten und Hoffen, dass der Flug nicht gestrichen wird.

Auf den Straßen rufen sie: Verlasst das Land!

In Quito gab es ebenfalls eine Ausgangssperre, nur zum Einkaufen durfte man raus. In den Supermärkten gab es immerhin noch alles – auch Klopapier.

Auf den Straßen wurden wir ein paar Mal angegangen, dass wir das Land verlassen sollten. Um ein Haar hätten wir es dann fast nicht zum Flughafen geschafft, denn am Abflugtag konnte man plötzlich kein Geld mehr abheben. Ein Taxifahrer fuhr uns schließlich – nach langer Verhandlung – für unser letztes Kupfergeld und ein paar Euro zum Flughafen. Als der Flieger dann abhob, waren wir sehr erleichtert – auch wenn wir nicht wissen, was uns jetzt in Europa erwartet.

Protokoll: Felix Hackenbruch

"Bitte bleiben Sie auf der Kabine"

Adax Dörsam, 64, ist ein Gitarrenvirtuose aus Mannheim. Er arbeitete mit Rolf Zuckowski, Tony Marshall, Lou Bega, DePhazz und Xavier Naidoo zusammen. Mit seiner Band spielt er jedes Jahr auf einem Kreuzfahrtschiff, doch diesmal ist alles anders. Per Mail berichtet er dem Tagesspiegel davon.

Eigentlich sollte ich mit meiner Band „Flower Power Men“ ein paar Wochen Musik für die 832 Passagiere auf der „MS Artania“ machen. Wir spielen seit 13 Jahren auf Kreuzfahrtschiffen und diesmal sollten wir in Sydney starten und bei Auckland, Bora Bora und der Osterinsel halten. Ich hatte mich auf eine traumhafte Reise gefreut. 

Wir waren am 13. März über Singapur eingereist, in der letzten Maschine, die noch aus Deutschland durchgelassen wurde. Ich hatte beschlossen, die lang geplante Reise anzutreten, obwohl sich das Coronavirus schon derart ausgebreitet hatte. Ich liebe meinen Beruf und habe keine Angst vor dem Virus.

Außerdem hatte ich gehofft, dass die Entwicklung in der Südsee nicht so rasant sein würde wie in Europa, in China waren die Ansteckungsraten ja schon rückläufig. Da habe ich mich geirrt.

Gestern Touris, heute Gefahr

Noch vor dem Einchecken in Sydney erfuhren wir, dass die Häfen in Neuseeland und Französisch-Polynesien für uns gesperrt seien. Einen Tag später hieß es, wir sollten auch den Hafen in Sydney verlassen und auf Reede liegen bleiben. Gestern noch beliebte Touristen, heute Seuchengefahr ... 

Wir Passagiere hatten die Wahl: Entweder mit der „MS Artania“ nonstop mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 -18 Knoten bis nach Bremerhaven durchfahren, also mindestens 28 Tage ohne Landkontakt, oder einen letzten Flug ab Sydney nehmen. 

Beide Optionen bargen Risiken: Würden wir es bis zum Airport schaffen? Wo zwischenlanden? Oder würden wir in einer Transitzone irgendeines Flughafens enden? 

Wir, meine Band, meine Frau und ich, entschieden uns dafür zu bleiben. Obwohl es Zweifel gab: Sind genug Vorräte an Bord? Die vorgesehenen Zwischenstopps in Neuseeland würden ja entfallen. Halten die Maschinen so lange aus? Und was, wenn hier Corona ausbricht? Ich bereue nichts, auch wenn die letzten Tage etwas ungemütlich geworden sind.

Aber erstmal meldete sich der Kreuzfahrtveranstalter per Bordfernsehen und kündigte an, die Kosten der Reise zu übernehmen. Das finde ich kulant! Langsam wurde mir auch klar, dass die Reise eine gruppendynamische Herausforderung wird. Zum Glück haben wir einen Bordgeistlichen und eine Psychologin an Bord.

Über die letzten Tage ist eine wirklich schöne Gemeinschaft entstanden. Alle gehen ganz vorsichtig miteinander um. Eine neue Erfahrung! Und noch nie war der Spruch „Wir sitzen alle in einem Boot“ so wahr. 

Jeden Morgen klopft der Schiffsarzt an die Kabinentür und hält meiner Frau und mir einen pistolenähnlichen Gegenstand an die Stirn. Fiebermessen. Wir hatten stets niedrige 36 Grad. Ich schrieb nach Hause: Unser Schiff ist Corona-frei.

Kratzen im Hals, plötzlich Fieber

Seit vorgestern ist alles anders. Es begann am Montag mit einem leichten Kratzen im Hals,  ich fühlte mich müde und schwach. Ich bekämpfte das erstmal mit Muskeltraining im Fitnessstudio. Abends spielten wir eine wunderbare Show, 450 Leute im Publikum, tolle Stimmung! Ich gab Autogramme, verkaufte CDs, posierte für Fotos. Wir rauchten, tranken, ich fiel erschöpft ins Bett.

Bei der morgendlichen Visite trugen die Schiffsärzte gestern Mundschutz und verweigerten die Begrüßung per Handschlag. Mein Wert lag plötzlich bei 37,8 Grad. „Bitte bleiben Sie beide auf der Kabine. Wir behalten Sie im Auge“, sagten die Ärzte zu meiner Frau und mir.

Hintergrund über das Coronavirus:

Die Kabine ist mit Bad zehn Quadratmeter klein, das Fenster kann man nicht öffnen, die Auswahl beim Zimmerservice ist eher bescheiden. Draußen scheint die Sonne, das Meer glitzert, die anderen Gäste spazieren vorbei.

Ich habe endlich begonnen, gründlich meine Gitarre zu putzen und die Saiten zu wechseln und heute Abend werden wir wahrscheinlich fernsehschauen - zum ersten Mal auf dieser Reise. Ein aktuelles Bild kann ich leider nicht schicken, denn auch unser Fotograf sitzt in seiner Kabine in Quarantäne und ich meistere mein Leben bislang ohne Smartphone.

Mit Vollgas zum Corona-Test

Alle zehn Minuten ertönt eine Durchsage: Kreuzfahrtdirektor und Kapitän verkünden unangenehme Neuigkeiten. Die Reederei hatte nachts angerufen, sie haben nun extra eine Consulting-Firma engagiert, die Maßnahmen beschlossen hat: Kein Buffet-Restaurant mehr, keine Veranstaltungen an Bord und mit Vollgas zum nächsten Hafen Perth, um dort Coronatests zu machen und zu tanken. Australien testet umfangreich und meldet bislang 2136 infizierte Fälle. 

Wir werden vorerst nicht mehr spielen und wie es weitergeht, ist vollkommen offen. Mein Fieber ist auf 36,5 gesunken. Eine der 198 Reisenden, die sich für die Option Heimflug in alle Welt entschieden hatten, hat sich inzwischen bei mir gemeldet. Sie ist sicher zu Hause angekommen.

Adax Dörsam schilderte diese Erlebnisse am Dienstag. Inzwischen meldet die Reederei, dass sieben Passagiere infiziert sind. Es werde darüber verhandelt, die übrigen Gäste auszufliegen. Das Schiff darf nicht weiterfahren und steckt vor Australien fest. Adax Dörsam war für die Redaktion leider nicht mehr zu erreichen. Wo sich die MS Artania befindet, lässt sich hier verfolgen.

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Protokoll: Julia Prosinger

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