Diese Frau und ihr Kind sind ein paar Kilometer von der ostkongolesischen Stadt Goma in einem Flüchtlingslager für intern Vertriebene gelandet. Sie warten nun an der Grenze zu Ruanda darauf, dass die Kämpfe zwischen der von Ruanda unterstützten M-23-Miliz, der kongolesischen Armee und weiterer Milizen wieder aufhören. Ruandas zweifelhafte Rolle im Ostkongo hat seine Wahlchancen im UN-Sicherheitsrat jedoch nicht geschmälert.Foto: AFP

Ruanda

Vor fast genau 20 Jahren hat sich in dem kleinen zentralafrikanischen Land Ruanda ein Völkermord abgespielt, dem mindestens 800 000 Tutsis zum Opfer fielen. Der Völkermord war von der damaligen Hutu-Regierung präzise geplant. Drei Monate lang zogen Hutu-Milizen ausgestattet mit Namenslisten durch die Straßen und töteten. Am 19. Juli 1994 marschierte der heutige Präsident Paul Kagame mit seiner Tutsi-Armee in der Hauptstadt Kigali ein und beendete das Morden. Angesichts dieser Geschichte hat das Land eine beeindruckende Entwicklung genommen. Ein demokratisches System hat die Minderheitenregierung Kagame allerdings nicht aufgebaut. Und die Menschenrechte stehen auf der Prioritätenliste der Regierung auch nicht gerade weit vorne. Lesen Sie hier aktuelle Berichte zu Ruanda.

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