Historische Orte : Wo Theodor Mommsen wohnte

In dieser Villa auf dem heutigen TU-Gelände hat der Literaturnobelpreisträger und Historiker einst gearbeitet.

Patricia Pätzold
Wohnhaus der Familie Mommsen in der damaligen Marchstraße 8.
Wohnhaus der Familie Mommsen in der damaligen Marchstraße 8.Foto: Privat

Nicht nur in Berlin die Mommsenstraße, sondern deutschlandweit erinnern viele Orte an Theodor Mommsen (1817- 1903). Gewohnt und gearbeitet hat er, einer der bedeutendsten Historiker und Politiker, der unter anderem für sein dreibändiges Werk „Römische Geschichte“ 1902 den Literatur-Nobelpreis erhielt, in einer weißen Villa auf dem heutigen TU-Gelände. Dort, wo jetzt das TU-Architekturgebäude an der Straße des 17. Juni 152 steht, enthüllte am 1. Dezember 2017 Kultursenator Klaus Lederer im Beisein von Vertretern der Historischen Kommission, der TU Berlin, der GASAG als Förderer und Angehöriger der Familie Mommsen eine Berliner Gedenktafel. Die blau-weiße Tafel aus dem Hause KPM erinnert nun nicht nur daran, dass hier, damals unter der Adresse Marchstraße 8, das im Bombenhagel zerstörte Haus eines der größten Gelehrten seiner Zeit stand, sondern auch an dessen Einfluss als liberaler Politiker. Insbesondere hatte sich Mommsen für die Interessen der jüdischen Bevölkerung gegen den seit 1848 zunehmenden Antisemitismus und den Imperialismus eingesetzt.

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