Worauf Heimarbeiter achten sollten

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Arbeitszimmer zu Hause : My Home is my Office
Vielseitig. Rollwagen und Rollcontainer R20 der Serie Highline (müller möbelfabrikation) fügen sich gut in jedes Interieur.
Vielseitig. Rollwagen und Rollcontainer R20 der Serie Highline (müller möbelfabrikation) fügen sich gut in jedes Interieur.Foto: promo

Um Ordner, Stifte, Locher, eine Schreibtischlampe und Notizzettel immer dabei zu haben, können diese Utensilien in einen Rollcontainer verstauen und an den jeweiligen Arbeitsort schieben, sei es die Küche, der Esstisch oder die Terrasse. Allerdings sei diese Lösung eher etwas für Gelegenheitsheimarbeiter. „Wer viel Zuhause am Computer arbeitet, sollte darauf achten, dass Schreibtisch und Stuhl ergonomisch sind“, sagt  Juliane Moldrzyk. Im Optimalfall ist die Tischplatte höhenverstellbar, sodass man auch im Stehen arbeiten kann. Der Stuhl sollte sich ebenfalls verstellen lassen.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin empfiehlt außerdem, den Bildschirm so einzustellen, dass die oberste Bildschirmzeile leicht unterhalb der horizontalen Blickrichtung liegt, damit sich Schulter- und Nackenmuskulatur nicht verspannen. Im Idealfall steht der Computer parallel zum Fenster stehen. So werden die Augen weniger stark belastet als wenn er vor dem Fenster stünde.

Wem herkömmliche Bürostühle in einem wohnlichen Umfeld zu technisch aussehen, der kann auf sogenannte Besprechungsstühle zurückgreifen. „Die sind zwar nicht optimal ergonomisch einstellbar, sehen aber besser aus als Schreibtischstühle“, sagt Juliane Moldrzyk. „Da sie für langes Sitzen in Meetings konzipiert sind, sind bequemer als ein normaler Esstischstuhl. Meist ist die Höhe verstellbar und die Rückenlehne beweglich, sodass man seine Sitzposition verändern kann.“ Wichtiger als ein sehr guter Stuhl sei es nämlich, sich immer wieder anders hinzusetzen, damit die Muskulatur nicht einseitig belastet wird und sich nicht verspannt.

Minimalistisch gibt sich dieses Duo: der Arbeitstisch tavalo 25 und der filigrane Stuhl Kobe (Destalo).
Minimalistisch gibt sich dieses Duo: der Arbeitstisch tavalo 25 und der filigrane Stuhl Kobe (Destalo).Foto: promo

Wer Aktenordner, Zeitschriften und Bücher beim Arbeiten in Reichweite haben muss, kann den Arbeitsbereich mit einem Regal abtrennen. Die Materialien können hinter Rollos oder Klapptüren verschwinden. Wichtig ist eine ausreichend große Arbeitsfläche. Für Büroschreibtische gilt eine Mindestgröße von 1,60 Meter mal 80 Zentimeter. Daran können sich auch Heimarbeiter orientieren, die mehr als nur ihr Laptop auf dem Tisch haben.

Wer einen festen Arbeitsplatz in der Wohnung hat, sollte ihn am besten indirekt beleuchten. Zusätzlich eignet sich eine Schreibtischlampe. „Der Arbeitsplatz kann sich auch durch eine gemusterte Tapete vom Rest des Zimmers abheben oder im Wohnzimmer hinter einem quergestellten Sofa stehen“, sagt Juliane Moldrzyk. Bei farbigen Flächen sei hingegen Vorsicht geboten. „Nur wenn der Schreibtisch zum Beispiel in einer dunklen Nische im Flur steht, würde ich dazu raten, die Wand in einem sonnigen Gelb zu streichen, um etwas Licht in die Ecke zu bringen“, sagt sie.

Die größte Herausforderung beim Arbeiten Zuhause ist es schließlich, bei der Sache zu bleiben. Dabei kann ein gut eingerichteter Arbeitsplatz zwar helfen, aber letzten Endes brauchen Heimarbeiter vor allem Selbstdisziplin.

 

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