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Inkassounternehmen : Justizministerium will bis Jahresende Gesetzentwurf gegen Abzocke vorlegen

Viele Inkassounternehmen sind zu teuer, oft ist auch nicht klar, ob Verbraucher überhaupt zahlen müssen. Das soll sich ändern.

Das kann teuer werden. Inkassounternehmen verlangen oft hohe Kosten.
Das kann teuer werden. Inkassounternehmen verlangen oft hohe Kosten.Foto: Jens Büttner/DPA

Das Bundesjustizministerium will Verbraucher vor überhöhten Inkassokosten schützen. „Wir werden bei den Gebühren einen engen Rahmen setzen, und wir werden mehr Transparenz schaffen“, sagte Staatssekretär Gerd Billen dem Tagesspiegel. Drohgebärden gegenüber Verbrauchern und unklare Forderungen würden dann hoffentlich der Vergangenheit angehören. „Wir werden noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf vorlegen“, kündigte Billen an.

Kündigt ein Gesetz zum Schutz der Verbraucher an: Staatssekretär Gerd Billen
Kündigt ein Gesetz zum Schutz der Verbraucher an: Staatssekretär Gerd BillenFoto: picture alliance / dpa

Im März hatte Justizministerin Katarina Barley ein Eckpunktepapier vorgelegt, über das nun „intensiv mit allen relevanten Akteuren“ gesprochen wird, so Billen. Mit der Reform will das Ministerium mehrere Probleme beseitigen. So würden viele Inkassounternehmen grundsätzlich Kosten von über 70 Euro geltend machen, auch wenn sie nichts weiter tun als ein Mahnschreiben zu verschicken. Barley will hier einen engeren Gebührenrahmen ziehen, der das Gebührenniveau deutlich senken soll.

Zudem würden sich Verbraucher oft Inkassoforderungen gegenüber sehen, obwohl sie sich nicht bewusst sind, dass sie überhaupt in Verzug geraten sind. Um das zu ändern, will das Ministerium Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen. Sie sollen Kunden künftig besser darüber informieren, bis wann sie eine Rechnung bezahlen müssen und welche Folgen es haben kann, wenn sie die Frist verpassen.