So kaufen Sie sinnvoll ein : Keine Hamsterkäufe, aber auch nicht täglich in den Supermarkt

Welche Lebensmittel Sie jetzt zu Hause haben sollten. Und wie Sie auch ohne täglichen Einkauf gesund essen können.

Leere Regale - das muss nicht sein. Hamsterkäufe sind unnötig, vernünftige Vorräte sind dagegen sinnvoll.
Leere Regale - das muss nicht sein. Hamsterkäufe sind unnötig, vernünftige Vorräte sind dagegen sinnvoll.Foto: imago images/onw-images

Der Mangel an Klopapier und Nudeln im Zuge der Covid-19-Krise ist legendär. Doch auch Milchprodukte, frisches Fleisch, Eier, Wurst und Brot sind gefragt. Das hat eine Analyse des Deutschen Bauernverbands ergeben. Auch Äpfel und Kartoffeln landen jetzt verstärkt im Einkaufswagen.

Doch wie kauft man richtig ein? Verbraucherschützer raten, Hamsterkäufe zu vermeiden, aber auch tägliche Einkaufstouren, die das Ansteckungsrisiko erhöhen. Damit man trotzdem jeden Tag frisches Obst und Gemüse auf den Teller bekommt und nichts verdirbt, empfiehlt die Verbraucherzentrale Hessen:

Lagerbares Obst kaufen

Wählen Sie länger haltbares Obst und Gemüse wie Äpfel, Birnen, Zitronen, Kohl, Wurzeln wie Karotten und Rote Bete, Knollen wie Sellerie und Kartoffeln sowie Kürbis. Im kühlen Keller oder im Kühlschrank bleiben sie ein paar Wochen frisch.

Hält sich: Äpfel sind besser als Erdbeeren.
Hält sich: Äpfel sind besser als Erdbeeren.Foto: dpa

Vorräte prüfen

Zum Grundstock an Vorräten gehören Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen, Getreide(-produkte) wie Vollkornbrot, Reis, Nudeln oder Hirse, Nüsse und Ölsamen, Öle und Gewürze. Sinnvoll seien auch Eier, gesäuerte Milchprodukte, Käse und haltbare Grundzutaten für Saucen.

Es müssen nicht immer Konserven sein: Getrocknete Linsen eignen sich gut zur Vorratshaltung.
Es müssen nicht immer Konserven sein: Getrocknete Linsen eignen sich gut zur Vorratshaltung.Foto: imago/Westend61

Richtig planen

Mit dem Grundstock an Vorräten kann man sich schon ganz gut versorgen. Es reicht daher, einmal pro Woche oder alle 14 Tage einkaufen zu gehen, meinen die Verbraucherschützer. Machen Sie dann einen Einkaufszettel und überlegen Sie vor dem Einkauf, wie viele Familienmitglieder wann mitessen.

Zettelwirtschaft: Eine Einkaufsliste hilft bei der Planung.
Zettelwirtschaft: Eine Einkaufsliste hilft bei der Planung.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Lebensmittel checken

Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum auf verpackten Lebensmitteln überschritten ist, sind die Lebensmittel nicht automatisch verdorben, betonen die Verbraucherschützer. Auch danach sind viele Produkte noch genießbar.

Zu gut für die Tonne: Das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet nicht, dass ein Produkt nach Ablauf des Termins verdorben ist.
Zu gut für die Tonne: Das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet nicht, dass ein Produkt nach Ablauf des Termins verdorben ist.Foto: picture alliance / dpa

Richtig lagern

Frische Eier gehören gleich in den Kühlschrank. Brot nicht. Wer Lebensmittel richtig lagert, hat länger was davon. Fleisch und Fisch müssen im Kühlschrank nach unten, Gemüse ins Gemüsefach.

Auf die Lagerung kommt es an: Gemüse gehört ins Gemüsefach, Brot darf gar nicht in den Kühlschrank.
Auf die Lagerung kommt es an: Gemüse gehört ins Gemüsefach, Brot darf gar nicht in den Kühlschrank.Foto: dpa-tmn

Reste verwerten

Bleibt etwas übrig, ist Kreativität gefragt. Kartoffeln oder Reis eignen sich am nächsten Tag für einen Salat oder als Suppeneinlage. Gegartes Gemüse bietet püriert eine prima Suppen- oder Saucengrundlage.