Gesundheit : Viele Gene führen zum Krebs

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Krebs ist das unkontrollierte und zerstörerische Wachstum von Zellen. Als wesentliche Ursache werden Mutationen angesehen, Veränderungen im Erbgut der Krebszellen. Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Andrew Futreal vom Wellcome-Trust-Sanger-Institut im britischen Cambridge hat nun eine Familie von 500 Genen bei 200 verschiedenen Tumoren untersucht und berichtet über seine Ergebnisse im Fachblatt „Nature“. Die Wissenschaftler teilen die beim Krebs mutierten Gene in „Fahrer“ und „Beifahrer“ ein. „Fahrer“ lassen den Tumor wachsen, „Beifahrer“ sind unbeteiligt. Insgesamt fanden die Forscher 120 „Fahrer“-Gene, von denen der überwiegende Teil bisher unbekannt war. Obwohl die meisten genetischen Veränderungen für das Krebswachstum unwichtig waren, wurden eine viel größere Zahl von „Fahrer“-Genen gefunden als erwartet. „Das lässt vermuten, dass viel mehr Erbanlagen zur Krebsentstehung beitragen als bisher angenommen“, erläuterte Andy Futreal vom Sanger-Institut. wez

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