Gewaltandrohung : Schule in Chemnitz evakuiert

Nach einer Gewaltandrohung hat die Polizei am Donnerstag eine Schule in Chemnitz evakuiert. Urheber waren offenbar zwei Männer im Alter von 23 und 25 Jahren, bei denen allerdings kein Sprengstoff gefunden wurde.

Chemnitz - Zwei Männer im Alter von 23 und 25 Jahren hatten Schüler während einer Pause bedroht, teilten die Beamten mit. Der 23-Jährige habe angekündigt, das Gebäude in die Luft sprengen zu wollen. Die beiden Männer wurden festgenommen. Gegen sie wird wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt. Waffen oder Sprengstoff wurden weder in der Grund- und Mittelschule noch in den Wohnungen der Verdächtigen gefunden. Insgesamt waren 300 Schüler betroffen. Ein 13-jähriges Mädchen musste nach Kreislaufproblemen in ein Krankenhaus gebracht werden. An diesem Freitag soll wieder unterrichtet werden.

Eine Schülerin hatte die Schulleitung von der Drohung informiert und von einer Pistole bei einem der Männer berichtet. Diese stellte sich laut Polizei bei der späteren Festnahme als Wasserpistole heraus. An dem Einsatz waren mehr als einhundert Polizisten beteiligt. Die Männer waren den Ermittlungen zufolge bei ihrer Drohung außerhalb des Schulgeländes. Sie standen unter dem Einfluss von Drogen. Ein Test auf Cannabis und Amphetaminen war positiv. Das Motiv für die Tat war zunächst unklar.

Im sächsischen Döbeln fiel am Donnerstag der Unterricht für mehr als 2000 Schüler einer Berufsschule aus. Hintergrund war hier eine anonyme Bombendrohung, die bereits am Mittwochabend im Lagezentrum der Polizeidirektion Westsachsen einging. Die Polizei durchsuchte noch in der Nacht ergebnislos die Schule. Insgesamt waren nach Polizeiangaben 44 Beamte und 6 Hunde im Einsatz. Zunächst gab es keine Hinweise auf den oder die Täter. Auch hier soll an diesem Freitag wieder unterrichtet werden. (tso/dpa)

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