Kopenhagen : Deutscher bei Räumung von Jugendhaus verletzt

Die Kopenhagener Polizei hat ein von Autonomen besetzt gehaltenes Jugendhaus ("Ungdomshuset") geräumt. Nach TV-Angaben wurde ein Deutscher bei der Aktion schwer verletzt.

Kopenhagen - Das Reichskrankenhaus habe seinen Zustand als "stabil" bezeichnet. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Die Polizei befürchtete Randale. Nach Abschluss der Räumung meldete die Nachrichtenagentur Ritzau erste Steinwürfe auf der Straße gegen die Beamten.

Bei der Räumung des Hauses wurden zwei Hubschrauber eingesetzt. Die Bevölkerung wurde wegen befürchteter Straßenschlachten über Rundfunk und Fernsehen aufgefordert, die Umgebung im betroffenen Stadtteil Nørrebro zu meiden.

Medien hatten vorher von umfassenden Vorbereitungen der Hausbesetzer auf gewaltsame Aktionen berichtet. Diese hatten Gleichgesinnte aus anderen Ländern aufgefordert, für die Abwehr der erwarteten Räumungsaktion nach Kopenhagen zu kommen. Das seit 1981 besetzt gehaltene Haus war im letzten Jahr von der Stadt Kopenhagen an eine Freikirche verkauft worden. Wegen der angekündigten Zwangsräumung war es zuletzt vor Weihnachten zu schweren Krawallen und Massenfestnahmen gekommen. (tso/dpa)

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