Welt : Langes Leben mit dem Wein

Ernest Gallo starb 97-jährig in Kalifornien Heute aus London & Bombay

Matthias B. Krause

New York - Sie starteten ihr Unternehmen mit geborgtem Geld und einer Anleitung aus der öffentlichen Bücherei gleich nach dem Ende der Prohibition in Amerika 1933. Von Wein wussten die Gebrüder Ernest und Julio Gallo nicht mehr, als dass er ihnen gut schmeckt. Trotzdem machten sie ihr bescheidenes Unternehmen in Modesto, einem kleinen Ort östlich von San Francisco in Kalifornien, zum dominierenden Weinproduzenten Amerikas und einem der größten der Welt. Während der ein Jahr jüngere Julio versuchte, mehr Wein zu produzieren, als sein Bruder verkaufen konnte, übte der sich darin, mehr zu vermarkten, als sich herstellen ließ. So stieg E. & J. Gallo zu einem Unternehmen mit 4600 Angestellten auf, das Weine und andere alkoholische Getränke in mehr als 90 Länder exportiert. Am Dienstag nun starb Ernest Gallo 97-jährig in seinem Haus in Modesto. Sein Bruder war 1993 bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Als sie anfingen, galt Wein in den USA nur als Getränk für besondere Anlässe. Ernest Gallo setzte mit seinem Marketing alles daran, das zu ändern. Zunächst produzierten die Brüder schlichte Weine für die Massen, die sie dank moderner Herstellungsmethoden billiger als die Konkurrenz anboten. Später bauten sie ihr Imperium durch Zukäufe aus und erweiterten ihre Angebotspalette durch höherwertige Produkte. Bei seinen Angestellten war Ernest Gallo mit seiner Arbeitswut, seiner Unnachgiebigkeit und seinen Ansprüchen geachtet und gefürchtet. An seinem 90. Geburtstag sagte er dem „Wine Spectator“, er arbeite noch jeden Tag in der Firma, manchmal auch nach dem Abendessen.

Gallos Eltern Guiseppe und Assunta wanderten aus Norditalien nach Kalifornien aus, wo sie zunächst eine Pension betrieben. Weil das Geld nicht reichte, schickten sie Ernest und Julio zu den Großeltern, die sich in Hanford, Kalifornien, als Weinbauern durchschlugen. Es war keine glückliche Kindheit. Der Vater schlug Söhne und Frau. 1933, kurz bevor Ernest und Julio sich selbstständig machten, erschoss Guiseppe Assunta und dann sich selbst. Solche Details aus dem Privatleben hielt die Familie, die laut einer Aufstellung des Magazins „Forbes“ mit einem Vermögen von 1,3 Milliarden Dollar in der Liste der 400 reichsten Amerikaner auf Platz 297 rangiert, so gut es ging, unter Verschluss. Ebenso wie den Zwist, den Ernest und Julio mit ihrem jüngeren Bruder Joseph ausfochten, der den Namen „Gallo“ für seine Käsespezialitäten verwenden wollte.

Im Jahr 2006 verschifften E. & J. Gallo 70 Millionen Kisten kalifornischen Wein und produzierten rund ein Viertel aller in den USA verkauften Weine und weinähnlichen Produkte. Sein Erfolgsgeheimnis beschrieb Ernest Gallo einst so: „Wir haben nicht versucht, das Unmögliche zu schaffen, wir haben das Offensichtliche getan.“

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