Anleitung zum Gespräch : 116 Fragen für ein gutes Interview

Sven Michaelsen führt legendäre Gespräche für deutsche Magazine. Hier sind seine liebsten Fragen – interviewen Sie sich gegenseitig!

Sven Michaelsen interviewt berühmte Persönlichkeiten aus Kultur und Entertainment.
Sven Michaelsen interviewt berühmte Persönlichkeiten aus Kultur und Entertainment.Foto: Andra

Würden Sie sich noch ähnlich sehen, wenn Sie so schön wären, wie Sie möchten?

Was bliebe für Ihren Partner übrig, wenn Sie nach dem Bibelwort leben würden: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“?

An welchem Punkt im menschlichen Leben geht das Nasenloch von etwas Schönem zu etwas Unschönem über?

Ist die Heiterkeitspflicht gegenüber der eigenen Mutter die unerfüllbarste aller Pflichten?

Sind Ihnen Menschen, deren Verhalten Sie an sich selbst erinnert, eher sympathisch oder unsympathisch?

Müssen Sie, wenn Sie Charakter beweisen wollen, immer erst einen annehmen?

Vermindern große Erfolge die Fähigkeit zum Zuhören?

Warum ist die Angst der Versorgten größer als die Angst der Unversorgten?

Erkennt man den Charakter eines Menschen erst, wenn er Vorgesetzter geworden ist?

Würden die Leute Sie erst richtig kennenlernen, wenn Sie genug Geld hätten?

Interessantes Innenleben und handlungsreiches Leben: Geht nur eines von beiden?

Sven Michaelsen

Sven Michaelsen, 59, ist bekannt für lange Interviews, in denen die Befragten ihre größten Ängste und schönsten Anekdoten offenbaren – ob es sich um Jeff Koons, Donatella Versace oder André Heller handelt.
Der Journalist hat Zeit seines Lebens in nur einer Stadt gewohnt: in Hamburg. Dort machte er nach der Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule Karriere, lange arbeitete er für den „Stern“, momentan ist er freier Autor für das Magazin
der „Süddeutschen Zeitung“.
Eine Sammlung seiner gnadenlosen Gespräche ist gerade unter dem Titel „Das drucken Sie jetzt aber nicht“ (Piper Verlag) erschienen.
Sven Michaelsen ist mit der Bestseller-Autorin Ildikó von Kürthy („Mondscheintarif“) verheiratet, mit der er zwei Kinder hat und in Harvestehude lebt.

Können Sie beim Nichtstun nichts tun?

Warum haben Sie das Gefühl, in einer Talkshow zu sitzen, wenn Sie in sich hineinhören?

Sind Ihnen die Grenzen anderer deutlicher als Ihre eigenen?

Haben Sie mehr Hoffnungen als Ängste oder mehr Ängste als Hoffnungen?

Sind die wahrhaft Beschränkten diejenigen, die sich keine höhere Intelligenz als die eigene vorstellen können?

Für welches Problem wären Sie eine gute Lösung?

Eine Mutter kann immer nur so glücklich sein wie ihr unglücklichstes Kind. Gilt für Väter das Gleiche?

Warum fühlt sich kein Sieg so gut an, wie eine Niederlage schmerzt?

Ist Scham in Wahrheit Ihr stärkstes Gefühl?

Jemandem Scham ersparen: Ist das das Menschlichste?

Will jeder, der bestraft wird, bestrafen?

Ermöglicht es nur die Macht, edel zu sein?

Besitzen natürliche Eleganz nur jene, die nichts von ihr wissen?

Ist die einzige Liebe, die sich wie Liebe anfühlt, die zum Scheitern verurteilte?

Beim anderen finden, was man an sich selbst vermisst: Ist das Liebe?

Welchen Kosenamen würden Sie sich geben?

Niemand weiß soviel Schlechtes von uns wie wir selbst. Warum denkt trotzdem niemand so gut von uns wie wir selbst?

Ist Ihnen, wenn Sie nachts an Ihren Chef denken, klar, dass Ihr Chef nicht an Sie denkt?

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