Auf dem Dach wachsen Bäume, vor den Fenstern blüht ein Garten

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Ein spektakuläres Hotel ist das Parkroyal, es gilt als Vorbild für nachhaltiges Bauen.
Ein spektakuläres Hotel ist das Parkroyal, es gilt als Vorbild für nachhaltiges Bauen.Foto: promo

Prost, Kunst!, 46 Euro

In den Gillman Barracks, einer früheren britischen Kaserne im Westen der Stadt, dreht sich ebenfalls alles um zeitgenössische Kunst. Das Galerienzentrum soll den internationalen Kunstmarkt in die Stadt holen. Hier sitzen unter anderem Ota Fine aus Tokio, Massimiliano Mucciaccia aus Rom und Pearl Lam aus Hongkong. In flachen weißen Bungalows oder der umgebauten Offiziersmesse mit den hohen luftigen Räumen empfangen sie Sammler aus Indonesien, den Philippinen oder Australien. An einem normalen Werktag können Besucher ganz ohne Zeitdruck mit den Kuratoren sprechen, über das hügelige Gelände spazieren, bei 85 Prozent Luftfeuchtigkeit leicht ins Schwitzen geraten, die riesigen tropischen Bäume bestaunen und die noch höheren Wohnhäuser dahinter. Die Gillman Barracks wirken wie ein Spielzeugdorf inmitten einer himmelwärts strebenden Gesellschaft. Ein paarmal im Jahr gibt es einen offenen Abend aller Galerien, die „Art After Dark“, mit Häppchen, Weinen und Smalltalk über Bilder und Installationen. Auf dem Gelände liegt das Restaurant „Masons“, wo man anschließend mit dem Hauswein (72 SGD) auf den Kunstkauf anstoßen kann.

Edelabsturz, 90 Euro

Bincho ist der beliebteste Speakeasy von Singapur. Tagsüber servieren Kellner im vorderen Teil des Lokals chinesische Nudeln, abends öffnet der hintere Raum, um Freunde von japanischem Whisky und Yakitori-Spießen zu empfangen (78 Moh Guan Terrace). Ein Sieben-Gänge-Menü kostet 140 SGD. In dem kleinen fensterlosen Lokal fühlt man sich wie in einer abgedunkelten Straßenbahn, man sollte unbedingt vorher reservieren. Vorsicht: Nach zwei Gläsern Whisky ist jeder Vorsatz, den Abend gesittet zu beenden, passé.

Hängende Gärten, 240 Euro

Mit seinen 16 Etagen verschwindet das Hotel Parkroyal on Pickering (3 Upper Pickering Street) eigentlich zwischen den Wolkenkratzern, trotzdem bleibt der Blick der Passanten sofort daran kleben. Das Gebäude ist von der Firma Woha Architects wie eine Terrassenplantage entworfen, ein großes W auf dünnen Betonstelzen, und gilt als Vorbild für nachhaltiges Bauen. Auf den Etagen haben die Architekten hängende Gärten angelegt, die einerseits die Fassade kühlen und zudem versickertes Wasser auffangen. Auf dem Dach wachsen Bäume in die Höhe, und jeder Regentropfen fließt in ein Becken, um mit dem Wasser Toiletten zu spülen oder die Pflanzen an trockenen Tagen zu bewässern. Vor den Fenstern blüht ein üppiger Garten, dahinter herrscht streng-helles Holzdesign. Unbezahlbar das mitleidige Lächeln, mit dem Gäste vom Freiluftpool in der fünften Etage über die verschwitzten Fußgänger im Hong Lim Park seufzen. Tipp: Wer ein Zimmer in den oberen teuren Etagen bucht, hat Zugang zur Clublounge auf der Dachterrasse, in der es Gratisdrinks und ein kostenloses Buffet gibt.

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