Werbinich : Herbert Grönemeyer?

-

Herbert Grönemeyer – der ist wieder aufgetaucht, nicht wahr?

So ist es. Sicherstes Zeichen neben Radiobeiträgen und Magazinartikeln: Er spielt am Samstag bei „Wetten, dass..?“ ein Stück aus seinem neuen Album.

Meine Güte, Grönemeyer, das sind doch die Neunziger.

Stimmt. Gottschalk ja auch. Und beide können etwas, das man früher als Familienunterhaltung bezeichnet hätte. Grönemeyer etwa schreibt Lieder, die die fünfzigjährige Mutter beim Autofahren hört (sie ist ja eher der jugendliche Typ) und der zwanzigjährige Sohn denkt, gut, ist nicht mein Ding, aber die Texte sind schon ganz okay (er hat ja doch einen weichen Kern). Herbert würde dazu bestimmt etwas mit „der gemeinsame Nenner“ dichten.

Deutscher geht es nicht.

Stimmt. Deshalb ist er ja auch bei Gottschalk. Herbert Grönemeyer ist Konsens, weil er der Mann ist, der Erfolg hat und authentisch blieb.

So wie der Bruder, der Arzt?

Für den gilt nur das „erfolgreich“. Er operiert in Nordrhein-Westfalen vor allem Menschen mit Bandscheibenvorfall. Und schreibt Kinderbücher. Darauf ist er stolz. Dabei sind die vom Tonfall her eher Achtziger als Neunziger.jea

Nicht zu verwechseln mit Herbert Feuerstein, Hartmut Engler und Marius Müller-Westernhagen

0 Kommentare

Neuester Kommentar